LIGHT UP! Neunkirchen

Kutscherhaus Neunkirchen © Kutscherhaus

Neunkirchen hat mit einigen Herausforderungen zu kämpfen: der Niedergang des Eisenwerks der Neunkircher Hütte und die demografischen Entwicklung – mit Zuzug, Migration, Flucht und Überalterung.  Ziel im Soziale Stadt Gebiet ist es, dafür zu sorgen, die Menschen im Quartier mitzunehmen  und mit künstlerischen Mitteln an der Aufwertung des sozial benachteiligten strukturschwachen Quartiers mitzuwirken. Die nebeneinander existierenden (sozio)-kulturellen Zentren sollen unter dem Dach des Kutscherhaus-Vereins nachhaltig vernetzt und verankert werden, und damit auch neuen Zielgruppen im Quartier zugänglich zu machen. Das Kutscherhaus und die beiden kooperierenden kulturellen Zentren „umarmen“ das Soziale Stadtgebiet, wobei jedes Zentrum einen eigenen Schwerpunkt hat.

 

Situation vor Ort

 

Neunkirchen stellt sich seit Jahren dem doppelten Strukturwandel: Es gilt die Herausforderungen des Niedergangs des Eisenwerks der Neunkircher Hütte und die der demografischen Entwicklung – massiver Zuzug, Migration, Flucht und Überalterung – zu meistern. In Neunkirchen leben hauptsächlich Migrant*innen aus Südosteuropa (Bulgarien, Sinti u. Roma) und den arabischen Staaten (Irak, Afghanistan, Syrien).

Die bauliche Struktur im Programmgebiet Soziale Stadt nördliche Innenstadt konnte in den vergangenen Jahren bereits stark verbessert werden. Dennoch handelt es sich um ein Gebiet, in dem viele Menschen mit multiplen und sich verstärkenden Problemlagen leben. Ein hoher Anteil der Menschen ist langzeitarbeitslos, bezieht SGB II- Leistungen oder/ und hat einen Migrationshintergrund. Ziel im Soziale Stadt Gebiet ist es, dafür zu sorgen, die Menschen im Quartier mitzunehmen und so ein „Abhängen“ einzelner Bevölkerungsgruppen und „Ghettoisierung“ zu verhindern.

 

Die Idee

 

Mit dem Programm UTOPOLIS wird die Chance gesehen, die nebeneinander existierenden (sozio)-kulturellen Zentren unter dem Dach des Kutscherhaus-Vereins nachhaltig zu vernetzen und zu verankern und damit auch neuen Zielgruppen im Quartier zugänglich zu machen. Das Kutscherhaus und die beiden kooperierenden kulturellen Zentren „umarmen“ das Soziale Stadtgebiet, wobei jedes Zentrum einen eigenen Schwerpunkt hat.

Das Kutscherhaus hat sich mit „LIGHT UP! Neunkirchen“ zum Ziel gesetzt, mit künstlerischen Mitteln an der Aufwertung des sozial benachteiligten strukturschwachen Quartiers mitzuwirken. Empowerment durch Teilhabe an Kultur, Erzeugung einer lebendigen Nachbarschaft, Stärkung der Jugend, aufsuchende kulturpädagogische Aktvitäten, um Geflüchteten das „Ankommen“ zu erleichtern sowie Erfolgserlebnisse und Persönlichkeitsentwicklungen durch künstlerisches Arbeiten in Kleingruppen sollen helfen, dieses Ziel umzusetzen.

Ein besonderer Bedarf besteht bei Kindern und Jugendlichen, welche zum Großteil aus Familien mit bildungsfernen und sozial benachteiligten Hintergründen stammen. Hinzu kommen viele erwerbslose Erwachsene sowie Seniorinnen und Senioren. Auch Körperbehinderte sollen vermehrt in die Projekte eingebunden werden.

 

Aktivitäten und Veranstaltungen

 

Hierzu werden und sollen in Rückkopplung mit der Anwohnerschaft des Quartiers Projekte und Angebote wie die folgenden angefangen oder ausgebaut werden:

  • Workshops

Wöchentlich bis 14tägig, z.B. Musiktreff-Programm. Das Programm ist extrem niederschwellig, da eine ständige Teilnahme nicht zwingend erforderlich ist.. Jede*r kann sich musikalisch ausprobieren und weiterentwickeln. Ähnliche Workshop–Reihen sind im Bereich Schauspiel und Malen geplant.

  • „Musiksommer im Park“

Im Zentrum des Quartiers liegt ein Park. Hier kommt es ab und an zu Konflikten sowie Beschwerden von Bürger*innen, die sich nicht sicher fühlen. Dieser Park soll ein Ort zum Wohlfühlen werden, für den alle eine gemeinsame Verantwortung übernehmen. Ein „Musiksommer im Park“ in Kooperation mit der Hochschule für Musik ist bereits in den Anfängen. Mit interaktiven Konzerten auf einer kleinen Parkbühne und wechselnden musikalischen Angeboten unter dem Motto „Wie klingt das Quartier?“ soll der Sommer gestaltet werden.

  • „Kultur für alle!- Bonus Card“

Geplant ist die Einführung einer „Kultur für alle-Card“, begünstigt durch eine enge Kooperation des Vereins mit Stadt und Kulturgesellschaft. Möglichst viele unterschiedliche Kulturangebote sollen niederschwellig und nicht diskriminierend angeboten werden. Vorbestellung und Reservierung sollen dann analog zu anderen ermäßigten Karten möglich sein.

  • „Urban/Guerilla Gardening“ & Nachbarschaftsgarten

„Urban/Guerilla Gardening“ Projekte und das Projekt „Nachbarschaftsgarten“ sollen künstlerisch ausgebaut werden und damit auch für Jugendliche attraktiver werden.

  • Barrierearme Grafittiworkshops

in Kooperation mit einem Graffiti – Sprayerkollektiv

  • Theaterbasierte Coachings,Rollenspiele und Theaterbesuche

für Erwerbslose zur Vorbereitung von Bewerbungen, um die Wiedereingliederung ins Berufsleben zu erleichtern

  • Symposiumsveranstaltung zum Thema „Altersbilder im Wandel“

für Seniorinnen und Senioren

 

Kutscherhaus Neunkirchen © Kutscherhaus

Kontakt

EDDA PETRI

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Edda Petri studierte zunächst Pädagogik, Psychologie und Germanistik an der Ruhr-Universität Bochum bevor sie sich in München zur Schauspielerin ausbilden ließ.

In den darauffolgenden Jahren arbeitete sie an zahlreichen Stadt-, und Staatstheatern sowie für Film und Fernsehproduktionen. Außerdem war sie selbständige Kulturmanagerin und Mitglied des Leitungsteams der Musik &Theater Saar GmbH. Darüber hinaus ist Edda Coach für „Stimme, Sprache & Präsenz“, ihr Schwerpunkt liegt hier auf der Arbeit mit Frauengruppen.

Seit 2018 ist Edda Petri als Integrationsmanagerin für Kunst und Kreativwirtschaft bei der Stadt Neunkirchen angestellt und Leiterin des Kreativzentrums Kutscherhaus. Im Rahmen des Projektes: „LIGHT UP! Neunkirchen“ teilt sie sich nun die Utopolis Stelle mit Dana Almatt und freut sich auf die gemeinsame Arbeit.

Dana Almatt

DANA ALMATT

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Dana Almatt studierte BWL Betriebswirtschaftslehre ″Schwerpunkt Rechnungswesen“ an der Damaskus Universität in Syrien. Im Anschluss daran, erwarb sie das Diplom im Rahmen einer Weiterbildung zum Thema „Kosten-Buchhaltung“ mit dem Prädikat sehr gut.

In den folgenden 8 Jahren arbeitete sie als Finanzbuchhalterin bei Daaboul Industrial Group www.dig.bz . Außerdem kümmerte sie sich ehrenamtlich um Waisenkinder und arbeitete als Englischlehrerin in einem Waisenhaus.

Wegen des Krieges in Syrien mussten Dana und ihre Familien nach Deutschland emigrieren. Seit vier Jahren wohnt sie in Saarbrücken und unterstützt syrische Kinder beim „Ankommen in Deutschland“.

Im Rahmen des Projekts: ″LIGHT UP! „Neunkirchen teilt sie sich nun die UTOPOLIS-Stelle mit Edda Petri und freut sich auf die Chance, auf diese Weise im deutschen Arbeitsmarkt Fuß zu fassen.