Rückblick Dezember 2021

UTOPOLIS Online-Konferenz REMIXED
16. und 17. Dezember 2021

Neue Formate in der Stadtteilarbeit

Erfolgreich verlaufen! Auf Grund des großen Interesses an der ersten Online-Konferenz waren die Türen des virtuellen soziokulturellen Zentrums erneut geöffnet. Rund 114 Multiplikator*innen der Stadtteilarbeit sind der Einladung unter dem Motto „Neue Formate in der Stadtteilarbeit“ gefolgt, an den beiden Tagen per Avatar durch das Haus zu wandeln, sich spielerisch zu vernetzen und in Workshops praktisch zu erproben.

Demnächst werden hier Blogbeiträge und Fotos von der REMIXED-Konferenz zu finden sein. Und wer auch im Herbst bei der UTOPOLIS Online-Konferenz nicht dabei sein konnte bzw. Interesse hat, findet hier einen Rückblick auf den September mit Grußworten, Screenshots sowie Blogbeiträgen zu Themen der Labs und Workshops. Viel Spaß bei der Lektüre!

Ablauf

TAG 2, Freitag, 17.12.2021

9.30 Uhr  Technisches Onboarding

10.00 Uhr  Mach doch: Vernetzen! Interaktive Warm-Up-Inspiration, Leitung: Dominik Breuer, Brachland-Ensemble

Mehr Interaktion miteinander war der Wunsch beim letzten Mal…: so soll es sein! Spielerische Aktionen mit den Avataren und per Videoeinblendung, Austausch mit anderen auf den Vernetzungsinseln-begleitet als Einstieg in den zweiten Konferenztag durch Dominik Breuer von Brachland-Ensemble. Im wahrste Sinne des Wortes experimentell wird dabei ein Fahrplan vermittelt, wie Bürger*innenbeteiligung mit den Mitteln der Kunst neu gedacht und in interaktiven Präsenz-und Onlineformaten aktivierend angewendet werden kann. Wir laden herzlich dazu ein, ein paar Haltestellen mitzufahren.

11.15 Uhr Atempause

11.30 Uhr  Workshop-Runde 3 – Teil 1 (Fortsetzung nach der Mittagspause)

Workshop 1:  Minecraft in der Stadtteilarbeit, Referent: CHRISTOPH WEISE, Medienpädagoge

Mit dem Online-Game Minecraft können Kinder, Jugendliche und Erwachsene kinderleicht eigene Städte bauen, also Gebäude planen, die virtuelle Welt erkunden und andere Mitspieler*innen mit Materialien versorgen. Christoph Weise begleitet die Erprobung des Spiels und moderiert einen Austausch über Potentiale des Spiels für die Stadtteilarbeit. Teilnehmer*innen benötigen einen Laptop oder Computer und bekommen vorab einen Link zum kostenfreien Download der Spielumgebung.

Workshop 2:  Stadtteilarbeit visuell mit Canva unterstützen, Referentin: CHERSTIN VOGEL, Medienpädagogin

Canva ist eine Grafikdesign-Plattform, mit der Präsentation, Poster, Beiträge für Social Media und andere visuelle Inhalte erstellt werden können. Es ist (auch) als Gratisvariante im Internet und auf Mobilgeräten verfügbar und integriert Millionen von Bildern, Schriftarten, Vorlagen und Illustrationen. Die Erstellung eigener grafischer Inhalte ist damit relativ einfach möglich. Die Medienpädagogin Cherstin Vogel stellt die Plattform vor und zeigt die ersten Grundschritte. Die Teilnehmenden benötigen Laptop, Computer, Handy oder Tablet.

Workshop 3: Argumentationstraining gegen Diskriminierung, Referent: DAVID ADERHOLZ, Argumentations- und Handlungstrainer

Im Workshop wird es um die Auseinandersetzung mit diskrimierenden und autoritären Parolen und Verhaltensweisen gehen. David Aderholz stellt praktische Situationen aus seiner Arbeit vor. Gemeinsam werden Möglichkeiten, dagegen zu argumentieren, erarbeitet und ausprobiert. Der Workshop lebt vom Austausch und von Interaktionen, deshalb brauchen die Teilnehmenden in jedem Fall ein Mikrofon und eine Kamera.

Workshop 4: Online Beteiligung mit adhocracy.plus, Referent*innen: MAX WESTBROCK & CAROLIN KLINGSPORN, Liquid Democracy e.V. 

Ihr seid überzeugt von demokratischer Teilhabe und möchtet eure Beteiligungsprojekte gerne digital umsetzen? In diesem Workshop geben Max Westbrock und Carolin Klingsporn von Liquid Democracy e.V. eine praktische Einführung in das Thema digitale Beteiligung und wie diese mit der Open-Source-Software Adhocracy umgesetzt werden kann. Die Software wird seit über 12 Jahren von Liquid Democracy e.V. weiterentwickelt und steht in Form der Plattform adhocracy.plus allen zur kostenlosen Nutzung zur Verfügung. Im Laufe des Workshops konzipieren die Teilnehmenden einen eigenen Beteiligungsprozess und setzen diesen eigenständig auf adhocracy.plus um.

Workshop 5: Game Design (Pavillon Prison Break), Referent: MARCUS MUNZLINGERLehrbeauftragter für „Game Design als soziokulturelle Praxis“, 3. Gruppe

Marcus Munzlinger stellt das Projekt „Pavillon Prison Break“ vor. Es verbindet kulturelle, historische und politische Bildung mit einem innovativen medienpädagogischen Ansatz – dem des kollaborativen Game Designs. In einem fortlaufenden Prozess werden immer neue Level entwickelt, um die Auseinandersetzung mit der vielschichtigen Geschichte des Ortes in Hannover, an dem sich heute das Kulturzentrum Pavillon befindet, immer differenzierter auszugestalten. Im Workshop werden historische Informationen mit Elementen des kreativen und kollaborativen Schreibens für einen digitalen Arbeitsprozess mit einem Content-Management-System angereichert. In diesem Workshop wird Erzählen in Verbindung mit Aktion gedacht: Die narrativen Ergebnisse aus den beiden Workshops am Donnerstag werden in Handlungsaufforderungen an die künftigen Spieler*innen überführt. Eine Teilnahme an den vorherigen Workshops ist nicht notwendig.

Workshop 6: Hass im Netz und digitale Zivilcourage, LOVE-Storm-Trainer*in, Bund für soziale Verteidigung e.V.

Mit „LOVE-Storm – Gemeinsam gegen Hass im Netz“ wird der Welle aus Hass, Herabwürdigen und Beleidigungen im Internet eine Bewegung der digitalen Zivilcourage entgegen gesetzt. Viele Internetnutzer*innen wollen sich für ein positives Miteinander im Netz einsetzen, aber wissen nicht, wie. Im Workshop vermittel ein*e LOVE-Storm Trainer*in einen Überblick über verschiedene Phänomene von Hass im Netz. Die Teilnehmehmenden können trainieren, wie sie Hasskommentaren effektiv entgegen treten können. Um den Hass zu stoppen, richtet sich LOVE-Storm nicht vorrangig an die Angreifer*innen, sondern immer an alle Beteiligten. In jeder Aktion möchte LOVE-Storm: 1.) Angegriffene stärken und solidarisch intervenieren, 2.) Zuschauende aktivieren sich gegen Hass zu positionieren und 3.) Angreifende gewaltfrei Grenzen setzen. Schwerpunkt des Workshops ist daher ein Rollenspiel, bei dem die Teilnehmenden in verschiedene Rollen schlüpfen. Dabei können sie ausprobieren, welche Ansätze und Strategien im Umgang mit Hass funktionieren und welche eher zur Eskalation beitragen.

 

13.00 Uhr Mittagspause mit Online-Yoga auf der Dachterrasse, Anleitung: SABINA BACHMANN, Late Cat Yoga  

Sabina Bachmann wird auf der Yoga-Terrasse für uns (ent)spannende und dehnende Übungen mitbringen, die mit dem Bürostuhl vereinbar sind… Vorkenntnisse sind nicht nötig.

 

14.00 Uhr Workshop-Runde 3 – Teil 2 (Fortsetzung der Workshops vom Vormittag)

 

Ab 15.30 Uhr Ende Workshops & Offener Rundgang durch das Konferenzhaus

 

Galerie
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