Nordstadt im Rampenlicht

© TPZ, 2019

Im Projekt entsteht in neuen Räumlichkeiten ein Begegnungsort für alle im Quartier. Um die Bedarfe der Bewohner*innen partizipativ zu ermitteln, werden von Künstler*innen angeleitete Methoden wie inszenierte Stadtteilspaziergänge, Wunschlabore und Playbacktheater eingesetzt. Der Schwerpunkt der Aktivitäten liegt im Theaterbereich und ist inklusiv und niedrigschwellig verortet. Eine Mutter-Kind-Theatergruppe ist ebenso denkbar wie Inszenierungen zur Geschichte des Stadtteils, ein multikultureller Chor oder mit Theatermethoden kombinierte Sozialtrainings.

 

Situation vor Ort

In der nördlichen Nordstadt in Hildesheim liegt die Arbeitslosenquote im Vergleich zur Gesamtstadt extrem hoch: In Hildesheim beträgt sie 6,2 %, in der nördlichen Nordstadt 38,5 %. Ein großer Teil der Bevölkerung, insbesondere der Kinder, lebt an der Armutsgrenze. Die Zahl der Sozialhilfeempfänger*innen nahm zwischen 2008 und 2014 um über 40 % zu. Der Anteil der Bevölkerung mit Migrationshintergrund liegt bei 42 %. Der Anteil der Menschen ohne deutsche Staatsbürgerschaft liegt in der nördlichen Nordstadt mit 25,3 % mehr als doppelt so hoch wie in Hildesheim insgesamt (2015: 9,4 %).

 

Die Idee

In dem Projekt „Nordstadt im Rampenlicht“ erweitert das Theaterpädagogische Zentrum Hildesheim (TPZ) seine Angebotspalette um vielfältige Aktivitäten in der Nordstadt. Ausgangspunkt ist ein Kultur- und Bildungszentrum, das in Kooperation mit der Lebenshilfe aufgebaut wird und zum Begegnungsort für alle im Quartier werden soll. Insbesondere benachteiligte Bevölkerungsgruppen sollen durch die Kulturangebote des TPZ angesprochen werden. Dies wird durch eine Kombination von Kulturarbeit und Bildungsangeboten erreicht, u.a. ein wöchentlicher Theaterclub für Jugendliche, der mit monatlichen Workshops zur Prävention verbunden wird. Zudem wird es Angebote für Menschen mit und ohne Beeinträchtigung geben.

Um die Bedarfe der Bewohner*innen partizipativ zu ermitteln und dementsprechend Lösungsansätze zu formulieren, werden die im TPZ organisierten Theaterpädagog*innen und Künstler*innen u.a. Methoden wie das Wunschlabor, inszenierte Stadtteilspaziergänge und Playbacktheater einsetzen.

 

Aktivitäten und Veranstaltungen

In dem Projekt „Nordstadt im Rampenlicht“ erweitert das TPZ seine Angebotspalette um vielfältige Aktivitäten in der Nordstadt. Ausgangspunkt ist ein Kultur- und Bildungszentrum, das in Kooperation mit der Lebenshilfe aufgebaut wird und zum Begegnungsort für alle im Quartier werden soll. Insbesondere benachteiligte Bevölkerungsgruppen sollen durch die Kulturangebote des TPZ angesprochen werden. Dies wird durch eine Kombination von Kulturarbeit und Bildungsangeboten erreicht, u.a. ein wöchentlicher Theaterclub für Jugendliche, der mit monatlichen Workshops zur Prävention verbunden wird. Zudem wird es Angebote für Menschen mit und ohne Beeinträchtigung geben.

Um die Bedarfe der Bewohner*innen partizipativ zu ermitteln und dementsprechend Lösungsansätze zu formulieren, werden die im TPZ organisierten Theaterpädagog*innen und Künstler*innen u.a. Methoden wie das Wunschlabor, inszenierte Stadtteilspaziergänge und Playbacktheater einsetzen.

In den Räumlichkeiten des Kultur- und Bildungszentrums wird ein großzügiger offener Bereich mit Küche eingerichtet, in dem regelmäßig Kochabende stattfinden und so verschiedene Communities in den Austausch miteinander kommen. Folgende Aktivitäten sind – je nach Anwohnerinteresse –  geplant:

  • Theaterprojekte, die sich mit der Geschichte und Zukunft des Stadtteils, der Anwohner*innen und der Räumlichkeiten auseinandersetzen. Formate können u.a. Theaterspaziergänge oder biographisches Erzähltheater sein.
  • Inklusive Theaterprojekte für Menschen mit und ohne Beeinträchtigung
  • Aufbau einer Theatergruppe für Mutter-Kind-Gruppen in Kooperation mit dem Internationalen Frauentreff des Asyl e.V., um neben dem nachbarschaftlichen Austausch auch die frühkindliche Bildung zu fördern
  • Sozialtrainings, die mit anderen sozialen Einrichtungen im Quartier organisiert und mit Theatermethoden kombiniert werden
  • Kooperationen mit der Grundschule Nord, z.B. Sprachcamps in den Schulferien
  • Angebote wie ein offener Theatertreff für Jugendliche, ein multikultureller Chor sowie Workshops zur Gewalt- und Suizidprävention
© TPZ, 2019

Kontakt

Theaterpädagogisches Zentrum Hildesheim e.V.

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Adresse:

Am Ratsbauhof 1c
Telefon: 05121 31432