kultur.lokal.machen

Kulturhof Lübbenau © Daria Rüttimann

Der Kulturhof Lübbenau liegt direkt an den Gleisen, die die idyllische, historische Altstadt von der in Plattenbauweise errichteten Neustadt  trennen. Soziokulturelle Angebote sollen die beiden Stadtteile miteinander verbinden und Teilhabemöglichkeiten für die Neustädter schaffen. Durch die Förderung kultureller Vielfalt, Nachhaltigkeit, Demokratie und Diversität sollen positive Impulse gesetzt werden. Aufgrund der geringen Einwohnerzahl der Kleinstadt soll eine Aktivierung und Beteiligung aller Lübbenauer dank einem diversen Angebot vorgenommen werden. Ein kommerzfreier, alternativer Kulturraum wird geschaffen werden, welcher viel Platz zur Entfaltung bietet.

 

Situation vor Ort

Die Stadt Lübbenau wird von Zuggleisen in zwei Teile unterteilt. Auf der einen Seite liegt die idyllische Altstadt mit Schloss, Hafen und Gurkenbuden. Hier ist es touristisch, denn es gibt kleine Läden, Cafés und Restaurants und es werden Kahnfahrten durch den Spreewald angeboten. Die Neustadt auf der anderen Seite der Gleise dient hauptsächlich als Wohnstandort. Sie entstand ab Ende der 1950er Jahre als eigenständiger Stadtteil, der sich durch schwierige soziale Verhältnisse auszeichnet. Über 5.000 Wohnungen befinden sich in Plattenbauten, die vor allem im Besitz der beiden großen Wohnungsbaugesellschaften sind. Auch wenn die Versorgungsinfrastruktur in der Neustadt gut ausgebaut ist, gibt es wenig wirklich angenommene soziale und kulturelle Angebote, die eine tatsächliche Teilhabe für alle ermöglichen. Das Kulturzentrum liegt direkt an den Gleisen, räumlich zwischen der Altstadt und Neustadt angesiedelt. Es soll die beiden Stadtteile über soziokulturelle Angebote verbinden und Teilhabemöglichkeiten für die Neustädter schaffen.

 

Die Idee

Der Kulturhof möchte im Projekt „kultur.lokal.machen“ durch die Förderung kultureller Vielfalt, Nachhaltigkeit, Demokratie und Diversität positive Impulse setzen. Dies geschieht zusammen mit regionalen, nationalen und internationalen Künstler*innen. Aufgrund der geringen Einwohnerzahl soll eine Aktivierung und Beteiligung aller Lübbenauer dank einem diversen Angebot vorgenommen werden. Es soll ein kommerzfreier, alternativer Kulturraum geschaffen werden, welcher viel Platz zur Entfaltung bietet.

Eine partizipative Umfeld- und Bedarfsanalyse soll regelmäßig mit unterschiedlichen künstlerischen Methoden durchgeführt werden, um immer wieder andere Zielgruppen zu erreichen. Einzelne Teilmaßnahmen werden erst im Rahmen der partizipativen Bedarfserhebung festgelegt.

 

Aktivitäten und Veranstaltungen

Folgende neue Formate sind dabei angedacht:

  • NEUtafeln: Lasse reden

An einer langen NEUTafel kann man sich kennen lernen, austauschen und ein gemeinsames Essen an öffentlichen Orten mit künstlerischer Begleitung erleben.

  • NEUstadtWAGEN

Der NEUstadtWAGEN begleitet das gesamte Projekt. Er ist sowohl als Medienmitmachwerkstatt mit Interviewplätzen, als auch als Kleinkunstbühne einsetzbar.

  • WünscheWERKSTATT

In einem leerstehenden Laden werden die Wünsche der Bewohnerschaft transparent gemacht. Vor Ort sollen kleine Kunstwerke als Intervention in der Stadt entstehen, die in den öffentlichen Raum getragen werden können.

  • Literaturwerkstatt „Setzkasten

Geplant ist eine offene Werkstatt für Wort und Bild. Sie kann als Redaktion, Schreibwerkstatt, Lesebühne, Kulturredaktion und für die Schülerzeitung genutzt werden.

  • HOCHkultur

WohnzimmerKONZERTe und LivingROOMgalerie finden in den Plattenbauten der Neustadt statt.

 

Zudem sollen bereits bestehende Angebote weiterentwickelt werden:

  • Das ÄlterTheater

Senior*innen sind bis jetzt eher als Rezipient*innen in der Bunten Bühne vertreten. Das neue Format soll nun auch ältere Menschen auf die Bühne holen.

  • KULTURbildung

Alle Ehrenamtlichen sollen durch projektbezogene Fortbildungen weitergebildet und damit in ihrem Ehrenamt gestärkt werden.

  • Küche für Alle (Küfa)

Um Lebensmittelverschwendung Einhalt zu gebieten, wird regelmäßig zu einer Küfa eingeladen, die durch künstlerische Aktionen belebt wird. Dabei soll es zu keiner Stigmatisierung kommen, sondern es sollen sich durch die Kunstaktionen diverse Gründe der Beteiligung bieten.

  • „Drunter und Drüber“

Eine künstlerische Begleitung setzt sich mit der Umlegung der Hauptverkehrsstraße Lübbenaus direkt vor das Kulturzentrum auseinander.

Kulturhof Lübbenau © Daria Rüttimann

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