KreaPolis

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Das Projekt möchte zur Initiierung, Förderung, Erweiterung und nachhaltigen Verstetigung künstlerisch-kreative Angebote im Quartier beitragen. So sollen unter anderem in dem eigens dafür eingerichteten KreativRaum auf der Grundlage der Bedarfe der Anwohner*innen vielfältige Angebote zur kreativen Betätigung und zur aktiven Mitgestaltung entwickelt werden. Die Aktionen reichen von unterschiedlichsten Kreativworkshops mit z.B. Textil-, Holz-, Stein- oder Mosaikarbeiten bis hin zu Open Air-Aufführungen.

 

 

Situation vor Ort

Die bauliche Struktur im Programmgebiet Soziale Stadt – ein Teilbereich des Stadtteils Trier-Nord – konnte in den vergangenen Jahren bereits stark verbessert werden. Dennoch handelt es sich um ein Gebiet, in dem viele Menschen mit multiplen und sich verstärkenden Problemlagen leben. Ein hoher Anteil der Menschen bezieht Grundsicherung, ALG II oder befindet sich in prekären Beschäftigungsverhältnissen. Vor allem der Anteil der Kinder bis 14 Jahre im Leistungsbezug ist sehr hoch, ebenfalls der Anteil der Kinder, die Hilfen zur Erziehung erhalten. Auch in Bezug auf Teilhabe im Bereich Bildung und Kultur besteht hoher Nachholbedarf. Viele Menschen im benachteiligten Gebiet von Trier-Nord suchen nach neuen Perspektiven für ihr persönliches und berufliches Leben und leiden unter Perspektivlosigkeit. Das Gebiet hatte lange ein schlechtes Image in Trier. Seit Jahren ist ein positiver Veränderungsprozess in Gang, der nicht zuletzt durch die gemeinnützige Wohnungsgenossenschaft WoGeBe vorangetrieben wird; dennoch überwiegt das „traditionell“ schlechte Image des Quartiers.

 

Die Idee

Das Projekt „KreaPolis“ von transcultur möchte zur Initiierung, Förderung, Erweiterung und nachhaltigen Verstetigung künstlerisch-kreative Angebote im Quartier beitragen. Dabei stehen – getreu den Grundprinzipien des Vereins – vor allen Dingen partizipative Ansätze und kooperative Strategien im Vordergrund. Die künstlerisch-kreativen Angebote, deren Konzipierung und Auswahl, richten sich nach folgenden Grundsätzen:

  • Ausrichtung nach lokal geäußerten Bedarfe einerseits und externen Inputs andererseits,
  • niedrigschwelliger Ansatz bei gleichzeitig hohen Ansprüchen an die künstlerisch-kreative Qualität der Angebote und der angestrebten Ergebnisse,
  • Aufbau eines vielfältigen, reichhaltigen Angebotsspektrums,
  • Einrichtung eines festen, nachhaltigen Werkraumes als „Ort der Kreativität“ und symbolische Verortung des Vorhabens bei Erweiterung der Aktivitäten – insbesondere zur kreativen Verschönerung des Quartiers -; nach Bedarf und Zielsetzung auch an anderen Orten des Quartiers, sowie
  • Ergänzung der Angebote für eigenes kreatives Handeln mit komplementären Angeboten wie der Organisation von Veranstaltungen (Theater, Musik, Ausstellungen, Film) vor Ort oder begleiteten Ausflügen zu Kulturorten, -veranstaltungen oder –angeboten über den Stadtteil hinaus.

KreaPolis möchte damit einen Beitrag leisten

  • zur kreativen Aktivierung der Bewohnerschaft mit Erfahrungsmöglichkeit von Selbstwirksamkeit,
  • zur Steigerung der Wohnqualität und Attraktivität durch kreative Verschönerung des Quartiers,
  • zur Bekämpfung der Stigmatisierung der Bewohnerschaft,
  • zur Unterstützung des stattfindenden Veränderungsprozesses durch die aktive Mitwirkung der Bewohnerschaft und
  • zur Erzeugung von Synergien.

 

Aktivitäten und Veranstaltungen

Kreativität bedeutet Veränderung. Die Erfahrung eigener Kreativität ist somit eine der selbstinitiierten Veränderung, also von Selbstwirksamkeit. Dieses sich gegenseitig verstärkende Wechselspiel zwischen erlebter Selbstwirksamkeit und sowohl individueller, als auch sozialer Aktivierung möchte KreaPolis mit seinen kreativen Angeboten verstärken.

Die praktische Umsetzung:

KreaPolis bietet zum einen ein breitgefächertes Angebot unterschiedlicher kreativer Aktivitäten, Projekte und Workshops im eigenen Werkraum oder im Freien. Zum anderen versucht das Projekt, bei allen besonderen Ereignissen vor Ort oder in den kooperierenden Partnereinrichtungen „kreativ präsent“ zu sein. Das umfasst im Wesentlichen die Präsentation der in den Workshops entstandener Werke als auch unterschiedliche kreative Angebote. Mit den Anwohner*innen des Quartiers sind neben einem „Blumenmeer“ mit über 300 bunten Blumen aus Holz oder Steinpapier bereits Postkarten im Linoldruckverfahren, japanische Shibori-Kunst und andere kreative Textilarbeit, Karnevalsmasken und -kostüme sowie Mosaikwerke entstanden. Die Angebote sind breit gefächert und sollen für jede*n offen sein, je nach Fokus richten sie sich in bestimmten Fällen an spezifische Zielgruppen mit besonderen Bedürfnissen wie z.B. psychisch beeinträchtigte oder autistische Menschen.

 

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Kontakt

TRIER: JEAN-MARTIN SOLT

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Jean-Martin Solt ist der Projektleiter des Trierer Projekts KreaPolis von Transcultur e.V.

TRANSCULTUR, VEREIN FÜR TRANSKULTURELLE AKTIVITÄTEN e.V.

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Franz-Georg-Straße 36, 54292 Trier

Telefon: 0170 38 40 166

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