Am 27. Juni 2021 fand Kassels erste Urban-Art-Schatzsuche statt. Das UROPOLIS-Projekt Hier im Quartier des Kulturzentrums Schlachthof und Wow!-Kassel, die Tourismuskampagne des Kasseler Stadtmarketings, versteckten über 60 Kunstwerke von lokalen Streetart- und Graffitikünstler*innen in Kassels Straßen.

Die Standorte der Leinwände, Drucke, Zeichnungen und Skulpturen wurden in Echtzeit per Instagram und Facebook bekanntgegeben und diejenigen, die die versteckten Kunstwerke zuerst vor Ort fanden, konnten sie kostenlos mit nach Hause nehmen.
Hinweisvideos vermittelten auch Informationen zu den Künstler*innen und ihren Arbeiten. So wurde die Urban-Art-Schatzsuche ein bewegungsreicher Tag voller Neuentdeckungen, Kunstvermittlung, nachbarschaftlicher Zufallsbegegnungen und voller Adrenalin!
Auch digital war die Aktion ein Erfolg: Auf den Social-Media- Kanälen beider Institutionen ist sie die bisher interaktionsstärkste Veröffentlichungsreihe.

Noch mehr Einblicke in erfolgreiche soziokulturelle Formate während der Pandemie findet ihr in der Zeitschrift SOZIOkultur!

Susann Köbernick, Leiterin unseres Projekt kultur.lokal.machen in Lübbenau, und Andreas Kämpf, Geschäftsführer des Kulturzentrums GEMS in Singen und Mitglied des Vorstands des Bundesverbands Soziokultur, plaudern in der neuen Ausgabe der SOZIOkultur darüber, was Soziokultur für sie bedeutet.

Was treibt sie an, wie sind sie zur Soziokultur gekommen, was hält sie dort und was hat sich im Lauf der Jahre verändert? Dabei gibt es auch ganz private Einblicke in Lebensläufe und Erfahrungen aus der soziokulturellen Praxis, die sie besonders berühren.

Diesen und viele weitere lesenswerte Artikel findet ihr in der neuen SOZIOkultur zum Thema “Neue Formate”!

Von jeher stellt Soziokultur Raum und Räume in der Gesellschaft infrage. Im Zusammenhang mit Globalisierung und Digitalisierung und befeuert durch die Corona-Krise ändert sich das Verständnis von Raum und der Umgang damit – auch für die Soziokultur.

Räume verändern ihre Bedeutung
„Räume für Soziokultur“ war das Thema der diesjährigen UTOPOLIS-Konferenz, die erstmals in einem eigens dafür geschaffenen virtuellen Konferenzraum stattfand, inklusive einem Markt der Möglichkeiten, digitalen Pausenräumen und abendlicher Disco. Fast so wie im richtigen Leben. Das Thema ist sicherlich nicht neu, hat durch Corona aber einen neuen Stellenwert bekommen. Warum? Zum einen haben viele soziokulturelle Zentren und Initiativen erfahren, wie wichtig das direkte kulturelle Umfeld geworden ist; zum anderen wurde der Raum ganz allgemein neu gedacht: Durch die diversen Lockdowns waren die gewohnten Räume zeitweilig nicht verfügbar, der virtuelle, aber auch der öffentliche Raum wurden neu entdeckt. Dazu kam, dass Menschen auch ihre privaten Räume zur Verfügung stellten, um Wohnzimmerlesungen oder Balkonkonzerte zu organisieren.

Für Kulturmacher*innen führte das zwangsweise Innehalten, die Unterbrechung des Hamsterrades, in dem sie oft stecken, nach einer Phase des Frustes aber auch zu so etwas wie Aufbruchstimmung, dazu, Motivation neu und anders zu denken, zu Lust auf Veränderung und mehr Mut für Zukunft. Das war beim Kulturkongress zu spüren, den der Kulturrat Nordrhein-Westfalen Anfang Mai organisierte, bei der Tagung „Soziokultur im Change!“ in Niedersachsen oder bei lokalen Diskussionen in anderen Bundesländern.

Dass der kulturelle Nahraum an Bedeutung gewinnt, ist ein Trend, der schon vor Corona zu beobachten war. In einer immer komplexer gewordenen Welt mit vielen offenen Fragen suchen Menschen nach überschaubaren Strukturen, verlassen sich eher auf Nachbarschaften und eigene Communities. „Global denken, lokal handeln“ ist ein populärer Slogan. Die Lebensmittel-Ausgabe für Bedürftige sorgt nicht für Verteilungsgerechtigkeit und das gemeinschaftlich genutzte Lastenrad für das Quartier schützt nicht vor dem Klimawandel, aber es sind Beispiele für konkretes Handeln, erste Antworten auf die Frage „Wie wollen wir leben?“.

Viele Zentren sind gerade in der Corona-Zeit kreativ geworden, haben Nachbarschaftshilfe organisiert oder kleine Konzerte vor Alten- und Pflegeheimen, sie haben Tanzworkshops online veranstaltet und den Poetry Slam live über Zoom gestreamt.

Räume anders definieren
Um Räume neu zu denken, müssen wir sie anders als über ihre Funktion definieren, wonach wir Räume fürs Wohnen nutzen und andere fürs Arbeiten, für Verkehr, Konsum, Freizeit. Auch Eigentumsverhältnisse wären ein Kriterium, so gibt es öffentlichen und privaten Raum. Vor allem sollten wir Kulturakteur*innen uns davon lösen, nur den Raum zu betrachten, den wir im soziokulturellen Zentrum, im Kulturverein oder in der Initiative zur Verfügung haben. Denn darüber hinaus lassen sich öffentliche und private Räume nutzen, digitale sowieso. Warum nicht Veranstaltungen von Beginn an als hybrides Format planen und organisieren, und zwar nicht nur als Notlösung, sondern um Reichweite zu gewinnen und mehr Teilhabe zu ermöglichen?

Dafür ist mehr Flexibilität erforderlich und sicherlich auch die Überwindung eingefahrener Routinen. Andererseits bringen neue Ideen neue Erfahrungen mit sich, ein neues Publikum, mehr Kooperationspartner und letztendlich einen Bedeutungsgewinn soziokultureller Arbeit. Erfolgreiche Projekte, die ihren Aktionsraum ausweiten, lassen sich in allen Bundesländern finden, beispielsweise „Listen to your “neigbourhood“ in Hamburg Wilhelmsburg, wo das Netzwerk Musik von den Elbinseln unter Corona-Bedingungen mit gutem Erfolg ein dezentrales und hybrides Festival auf die Beine stellte.

Eigene Räume öffnen
Gleichzeitig sollten wir auch über unsere eigenen Räume nachdenken. Wie können wir sie noch mehr als bisher für Kooperation und Vernetzung öffnen, sie aneignungsfähiger machen? Auf der oben erwähnten Kulturratskonferenz in Nordrhein-Westfalen gab es dazu in der Arbeitsgruppe „Stand- und Spielbeine der freien Kulturarbeit“ eine interessante Diskussion, in der es um den Gedanken der Allmende ging, die gemeinschaftlich genutzte (und gepflegte) Weidefläche. Interessanterweise wird dieser Gedanke der Gemeinwohlbewirtschaftung auch von den internationalen Macher*innen der kommenden Documenta in Kassel 2022 aufgegriffen und unter dem indonesischen Begriff „Lumbung“ (für Reisscheune) zum Leitmotiv gemacht.

Der öffentliche Raum war in der Corona-Zeit ursprünglich nur eine Ausweichmöglichkeit, doch er bietet darüber hinaus einige Vorteile: Hier finden zufällige Begegnungen statt, hier lassen sich „Noch-nicht-Nutzer*innen“ erreichen, hier begegnet man Menschen außerhalb der eigenen Blase. Street Art, eine Performance, ein Pop-Up-Konzert, eine Skulptur können zu Kulturgenuss, aber auch zu inhaltlicher Auseinandersetzung über gesellschaftspolitische Fragen einladen. Formate wie thematische Stadtrundgänge, Stadtteil-Rallyes, Audiowalks oder Stationen-Inszenierungen boomen gerade.

Über den digitalen Raum wird im Moment viel debattiert: Die einen sind froh, nicht mehr darauf beschränkt zu sein, andere plädieren dafür, digitale Tools auch weiterhin kreativ zu nutzen und Digitalität grundsätzlich mitzudenken. Es gilt zu bedenken, dass die „Konkurrenz“ zu unserem soziokulturellen Angebot weniger in den Opernhäusern, Stadttheatern oder staatlichen Museen besteht, als im Angebot privatwirtschaftlich organisierter internationaler Medien- und Entertainment-Konzerne wie Netflix, Disney, Amazon Prime oder der Games-Industrie mit ihren hochprofessionellen Produkten und Vermarktungsstrategien.

Neue Räume erschließen
„Träume brauchen Räume“ las ich neulich auf einem Transparent an einem besetzten Haus (ja, so etwas gibt es noch), welches jetzt zu einem Wohn- und Kulturort umfunktioniert wurde, nachdem es Jahre lang ungenutzt leer gestanden hatte. Wenn Soziokultur den Anspruch einer Thematisierung gesellschaftlicher Fragen ernst nehmen will, dann sollten wir uns in herrschende Verhältnisse einmischen, unsere Räume (und Ressourcen) verteidigen und neue Räume erschließen.

In Nordrhein-Westfalen ist gerade eine neue Gründerwelle zu beobachten, angetrieben von überwiegend jüngeren Aktivist*innen in Duisburg (Stapeltor), Münster (B-Side), Düsseldorf (K22) mit neuen Konzepten und sehr viel Engagement, und das nicht nur in den urbanen Zentren, sondern durchaus auch im ländlichen Raum. Von dieser neuen Generation kann man und frau lernen, sie verdient unsere Unterstützung. Ich möchte mit meinen Einlassungen und Anregungen Mut machen, nach und vielleicht auch mit Corona nicht einfach zu alten Zuständen zurückzukehren, sondern einige Schritte nach vorne zu wagen, neue Räume für soziokulturelle Arbeit (und mit ihr) zu entdecken, zu besetzen und zu gestalten. Ideen dafür gibt es genug.

 

Abb.: Screenshots mit Eindrücken der Konferenz | Der Beitrag basiert auf der Keynote zur virtuellen UTOPOLIS-Konferenz „Soziokultur digital im Quartier“ am 16./17. September 2021. | https://utopolis.online

Warum Game-Design Soziokultur für wirklich alle sein kann

Mit als Skepsis getarnter Neugier betreten die Mitglieder des Hannoveraner Clubs Mediale, einer selbstorganisierten Gruppe von Senior*innen, das Hannoveraner Kulturzentrum Pavillon. Niemand von ihnen hat mehr als eine vage Idee, was sich hinter dem Begriff „Game-Design“verbergen könnte, dem Titel ihres heutigen Treffens. Genauso geht es aber auch vielen anderen Zielgruppen der Soziokultur – und wahrscheinlich auch vielen Akteur*innen der Soziokultur selbst.

Game-Design bezeichnet schlichtweg den kreativen Prozess, sich ein Spiel auszudenken und zu entwerfen: Kontext, Ziel, Spielhandlung, Regeln, ästhetische Darstellung. Damit umfasst diese Tätigkeit sowohl die Arbeit an analogen Spielen (Brett- oder Kartenspiele, Bewegungsspiele, Rollenspiele) als auch an den beinahe unendlich vielen Genres digitaler Spiele. Letztere sind mittlerweile auch ohne jedwede Programmierkenntnis oder Vorerfahrung in digitalem Design herstellbar. Je nach Genre gibt es Angebote – sowohl kostenpflichtige als auch kostenlose –,die in ihrer Funktionsweise ähnlich aufgebaut sind wie die populären Social-Media-Anwendungen: Schaltflächen für Text, Felder, in die Bild-, Audio- und Videodateien geladen werden können, sowie verschiedene Optionen für die Darstellung und die Aktionsmöglichkeiten der Spieler*innen. Nichts, vor dem sich jemand fürchten müsste.

Komplett trivial ist Game-Design natürlich nicht. Wie bei allen kulturellen Tätigkeiten machen der Grad der Professionalität sowie die zeitlichen und finanziellen Ressourcen enorme Unterschiede aus. Allerdings scheint es so, als ob gerade in der Soziokultur die Hemmschwelle größer ist als etwa bei Theater-, Musik- oder Filmprojekten, und auch dort ist der Anspruch ja nicht, dass das Endprodukt mit der Hochkultur oder der Industrie mithalten muss. Natürlich ist uns soziokulturellen Projektleiter*innen auch an einem qualitativ möglichst hochwertigen Kulturgut am Ende des Prozesses gelegen; doch das Wesentliche ist, dass die Arbeit an dem Produkt Laien Kulturtechniken, Wissen über die Gesellschaft und über Vernetzung vermittelt und ihnen einen Austausch über relevante Themen ermöglicht. Wir denken in Formaten.

Game-Design kann vielfältige Kulturpraktiken und Interessen umfassen und diese in Zusammenhang mit politischer Auseinandersetzung bringen. Spiele sind sehr häufig eine Form, um eine Geschichte partizipativ zu erzählen. Handlung und Ziel des Spieles werden durch Storytelling in einen allgemeinen Rahmen eingebettet. In kreativen Prozessen lässt sich mit unterschiedlichen Zielgruppen viel miteinander verbinden: Momente des kreativen Schreibens, die Inszenierung, also die Planung des Raumes (ob nun virtuell, in Form eines Spielbrettes oder eines tatsächlichen analogen Raumes) und die Performance der Spieler*innen. Zudem verlangt jede Form des Spiels nach einer ästhetischen Umsetzung, sei es die Gestaltung von Spielkarten, eines räumlichen Spielfeldes oder einer digitalen Schaltfläche.

Im theatral-dramaturgischen Kontext wie auch in digitalen Spielen können musikalische, audiovisuelle und grafische Elemente genutzt werden. Weist das Thema des Spiels eine gesellschaftspolitische Fragestellung auf, gibt es praktisch keine individuelle Fähigkeit, kein individuelles Interesse, das das Format Game-Design nicht einbeziehen kann. Es ist somit ein soziokulturelles Format par excellence. Die Teilnehmenden des Clubs Mediale in Hannover hatten an diesem Prä-Corona-Tag enorme Freude daran, Erinnerungen an ihren Stadtteil in eine fiktive Geschichte im Rahmen einer Spiele-App zu überführen.

Man nehme: ein virtuelles soziokulturelles Zentrum, 25 Avatare, eine Portion Experimentierfreude sowie ein engagiertes Team und viele weitere helfende Köpfe und Hände. Die Zutaten für das „Rezept“ Online-Konferenz, mit denen der Bundesverband Soziokultur am 16. und 17. September 2021 im Rahmen des Bundesprogramms „UTOPOLIS – Soziokultur im Quartier“ zwei interaktive Tage auf der 2D-Plattform WorkAdventure gestaltete, waren zunächst den Rahmenbedingungen der Pandemie geschuldet.

Geplant war ursprünglich eine Präsenz-Veranstaltung im September 2020. Unter dem Titel „Soziokultur nachhaltig im Quartier“ hätte diese sich nahtlos eingliedern können in die Reihe der Fachveranstaltungen zur (kulturellen) Stadtteilarbeit, die das UTOPOLIS-Programm seit Förderbeginn im Herbst 2018 durchführt. Aus bekannten Gründen kam alles anders; die Konferenz wurde in das Folgejahr verschoben und online angeboten. Schnell war klar: Das Motto „Neue Formate in der Stadtteilarbeit“ sollte die Situation der vergangenen eineinhalb Jahre mit optimistischer Blickrichtung zum Thema machen. Die Auswirkungen der Pandemie hatten selbstverständlich auch den Kulturbereich hart getroffen, insbesondere die kleinen soziokulturellen Zentren und Initiativen waren mit immensen Unsicherheiten und Existenzängsten konfrontiert. Doch nach einer ersten Schockstarre reagierten viele Akteur*innen durchaus mit Energie, Flexibilität und Kreativität auf die Situation.

Digitale und hybride Formate wurden entwickelt, um die Menschen weiterhin zu vernetzen, teilhaben zu lassen und die Quartiere trotz Kontaktbeschränkungen weitestgehend lebendig zu halten. Diese positive Dynamik und die Fragestellung, was an den unter Ausnahmebedingungen erprobten und eingesetzten Formaten auch in (hoffentlich bald kommenden) Nach-Pandemiezeiten spannend für die künstlerische Nachbarschaftsarbeit sein könnte, sollten somit als inhaltliche Klammer im Fokus der Konferenz stehen.

Digitale Weiterbildung erwünscht!
Der Schwerpunkt wurde dabei auf Digitalformate gelegt, die sich maßgeblich von der bisherigen Projektarbeit im Quartier unterschieden. Bisher lebte das UTOPOLIS-Programm von seinem aufsuchenden Ansatz, also der Präsenz an öffentlichen Orten wie Marktplätzen, Stadtparks, Einkaufszentren, Spielplätzen oder Ladenstraßen. Künstlerische Aktionen machten neugierig und luden Anwohner*innen zum Verweilen, Mitmachen und zum sozialen Miteinander ein. Während der Kontaktbeschränkungen galt es, Methoden zu entwickeln, die weiterhin eine Adressierung und Aktivierung der Anwohnerschaft ermöglichten. Der experimentelle Charakter des UTOPOLIS-Programms bot dabei einen großen Spielraum für die Erprobung neuer digitaler Formate. Die Bandbreite reichte von Online-Foto-Galerien wie dem Format … Guckst du Straße …? der Wuppertaler Färberei, bei dem während des ersten Lockdowns Anwohner*innen ihren Blick auf die Straße als kommentiertes Foto einreichen konnten, über Online-Tutorials zu verschiedensten Kunstformen, wie im saarländischen Neunkirchen von jugendlichen Anwohner*innen in Eigenregie vorgestellt, bis hin zu Materialboxen und Kulturbeuteln, mit denen der Nachbarschaft mithilfe digitaler und analoger Gebrauchsanweisungen gestalterische Aktivitäten nähergebracht wurden.

Der Bedarf am Ausbau medialer Kompetenzen war auch in einer Blitzumfrage im April 2021 deutlich geworden, mit der der Bundesverband Soziokultur die aktuelle Lage in soziokulturellen Zentren und Initiativen sowie weiteren Kultur- und Literaturzentren ermittelte. Ein Thema der Umfrage betraf den Fortbildungsbedarf hinsichtlich der Arbeit mit neuen Formaten: 58 Prozent der befragten Einrichtungen gaben an, eine Weiterbildung für digitale Formate im Rahmen von Seminaren, Tagungen und Konferenzen zu benötigen. 48,3 Prozent wünschten sich Weiterbildungen zur Vermittlung von Medienkompetenz an verschiedene Zielgruppen; 80,5 Prozent wollten sich gerne im Bereich der digitalen Formate in der Kulturvermittlung fortbilden. Die Konferenz ging somit auch auf diese geäußerten Notwendigkeiten ein.

Von der VR-Tour im Quartier bis zum Digital Storytelling
Zielgruppe waren Akteur*innen der (kulturellen) Stadtteilarbeit: Mitwirkende aus den Modellstandorten und weiteren soziokulturellen Zentren, aus Quartiersmanagement, Kultureinrichtungen, Nachbarschaftshäusern und Sozialvereinen; Künstler*innen; Fachkräfte der Jugendarbeit und der kulturellen Bildung; Verantwortliche aus Politik, Wissenschaft und Verwaltung. Unter den Teilnehmenden waren auch die UTOPOLIS-Projektakteur*innen aller 16 Standorte, die auf einer Projektmesse Ausschnitte ihrer Arbeit präsentierten.
Konzeptionell waren für den ersten Tag diskursive LABs geplant mit Inputs, die zum Austausch über das Thema einluden, und am zweiten Tag Methoden und Tools zum praktischen Ausprobieren im Workshop-Format. Zunächst wurden den UTOPOLIS-Projektakteur*innen per Online-Umfrage konkrete Themenvorschläge zur Abstimmung gegeben. Dabei wurde eruiert, welche weiteren Themen als interessant für die Arbeit im Stadtteil und damit für die LABs und Workshops benannt würden. Das wichtigste Ziel war, den Teilnehmenden der Konferenz digitale Ansätze und Methoden der Stadtteilarbeit zu vermitteln. Es ging in den Workshops um das Kennenlernen von interaktiven künstlerischen Formaten („InteraktiveTheatermethoden“, „Digitales Storytelling“ und „Ideen visualisieren“) und Hybrid-Ansätzen, die computerbasierte und analoge Ansätze verbinden („Minecraft in der Stadtteilarbeit“, „VR-Tour im Quartier“, „Game Design“), sowie die Nutzung bestehender Online-Tools für die eigene Arbeit(„Erklärfilme produzieren“, „Zielgruppen erreichen mit Facebook und Instagram“ und „Youtube im pädagogischen Kontext“) sowie last but not least der Umgang mit digitalen Falschnachrichten („Verschwörungstheorien“).
Darüber hinaus war eine wichtige Prämisse, dass nicht nur die Methodik der Workshops, sondern auch das Setting der Konferenz experimentell und spielerisch sein und sich von der „Nicht-Ästhetik“ bestehender Konferenzsysteme abheben sollte. Mit der Open-Source-Plattform „WorkAdventure“der französischen Agentur The Coding Machine wurde für alle Neuland betreten: In der virtuellen 2D-Landschaft wurde ein soziokulturelles Zentrum als Konferenzhaus nachgebaut, in dem sich die Teilnehmenden mit Avataren bewegen und miteinander per Videochat kommunizieren konnten.

Das Feedback im Nachgang der Veranstaltung per Online-Evaluation war hinsichtlich der Tagungsatmosphäre, des technischen Supports, des Zeitmanagements und der Inhalte und Methodik der LABs und Workshops überwiegend positiv. Für ausnahmslos alle Workshops wurde eine Wiederholung gewünscht. Dies konnte mit einer weiteren Konferenz im Jahr 2021 unter dem Motto “Neue Formate REMIXED” am 16. und 17. Dezember bereits umgesetzt werden. Über hundert Fachkräfte und Interessierte aus der kulturellen Stadtteilarbeit traten in gegenseitigen Austausch, brachten ihre jeweiligen Expertisen und Perspektiven ein und bildeten sich in den 20 Workshops fort.

In der Online-Auswertung im Nachgang der Konferenzen wurden außerdem neue Themen für zukünftige Fortbildungen vorgeschlagen, unter anderem eine grundlegende gesellschaftspolitische Auseinandersetzung mit digitaler Kommunikation, außerdem die Erreichung spezifischer Zielgruppen, Partizipation von Kindern und Jugendlichen, digitale Akquise von zivilgesellschaftlichem Engagement, der Umgang mit digitalen Tools sowie das große Thema „Nachhaltigkeit in der Stadtteilarbeit“. Letzteres wird nun tatsächlich das Thema für die kommende Jahreskonferenz am 13. und 14. September 2022 sein, für die noch die Formatfrage zu klären wäre.

Abbildungen: Screenshots mit Eindrücken der Konferenz

Stadtteilarbeit zeichnet sich dadurch aus, dass sie mit vielfältigsten Perspektiven und Interessen zu tun hat, die im Alltag nicht immer leicht vereinbar scheinen. Umso so mehr braucht es eine Arbeitsweise, die dieser Diversität nicht nur gerecht wird, sondern sie im besten Fall auch zum Vorteil für letztlich bessere Lösungen werden lässt. Mit der g³-Methode gibt es basierend auf Bausteinen aus dem Design Thinking einen konkreten Ansatz, der es heterogenen Gruppen beliebiger Größe ermöglicht, ohne professionelle externe Moderation in kurzer Zeit zu konkreten Ergebnissen zu gelangen. Das Spektrum der Anwendungsmöglichkeiten reicht von der Verbesserung von Zusammenarbeit im Team über die Gestaltung von Kooperationen bis zur Realisierung komplexer partizipativer Prozesse. Zu diesem Zweck fokussiert die Methode auf praxisnahe Themen wie Bedürfnisklärung, Ideenentwicklung sowie Prototypengestaltung und – testung. Sie umfasst insgesamt sechs Prozessleitfäden, die bedarfsorientiert sowohl im Ganzen, als auch einzeln oder in vielfältiger Kombination einsetzbar sind.

„Was können wir konkret tun, um mit unserer Arbeit die gesamte Stadtgesellschaft zu erreichen?“  Ausgehend von dieser Fragestellung haben die Stiftung Genshagen und das Junge Schauspiel Düsseldorf die integrative und höchst lösungsorientierte Methode entwickelt. Sie basiert auf der Annahme, dass Gruppen und Teams kreativer und erfolgreicher arbeiten, wenn sie heterogen aufgestellt sind – mit Vertreter*innen aus (Sozio)Kultur, Politk, Verwaltung und Zivilgesellschaft. Die Methode ist kein fertiges Produkt, sondern eine Einladung zur Mitarbeit. Sie soll kostenlos, niedrigschwellig, heterogen, bedarfsorientiert und praxisnah ausgerichtet sein und eignet sich somit auch bestens für Diskussionsprozesse im Stadtteil.

Sechs Prozessleitfäden werden in Kleingruppen mit einem strikten Zeitlimit angewendet. Es werden konkrete “Wie”-Fragen formuliert und Antworten stets auf ihre Umsetzbarkeit überprüft. So kann ergebnisorientiert gearbeitet werden und eine schnelle Umsetzung der Lösungsvorschläge in die Praxis stattfinden.

Das Handbuch dazu kann gerne kostenlos heruntergeladen und sofort und überall analog und digital zur Anwendung gebracht oder alternativ auch als Dienstleistung gebucht werden. Die Broschüre mit Handbuch und Arbeitsblättern findet ihr hier

Auch in unseren Stadtteilen kommt es immer wieder vor, dass uns (diskriminierende oder autoritäre) Positionen begegnen, denen wir widersprechen wollen oder bei denen wir ein Unbehagen verspüren. Was passiert in diesen Momenten eigentlich und wie gehen wir am besten vor?

Zunächst einmal ist es wichtig, sich der eigenen Haltung und Motivation bewusst zu werden: Welche Welt- und Menschenbilder prägen mich und meine Positionen? Für welche Grundeinstellungen möchte ich kämpfen? Wo sind meine roten Linien? Die Antworten auf diese Fragen begründen die eigene Motivation in solchen Situationen zu intervenieren. Hat man sich dies einmal bewusst gemacht, lassen sich in plötzlich auftretenden Situationen viel einfacher Argumentationen und Handlungen entwickeln. Man weiß, wieso man den geäußerten Positionen entgegentreten möchte und wo sie den eigenen Grundüberzeugungen entgegen laufen.

Für eine offene und demokratische Gesellschaft ist es wichtig ein humanistisches Menschenbild als Grundlage der Argumentation zu haben. Alle Menschen sollten die gleichen Rechte haben und sich frei entfalten können. Auf dieser Grundlage können wir diskriminierenden und autoritären Positionen und Strukturen widersprechen. Begegnet uns eine Position, der wir widersprechen wollen, ist es sinnvoll zu analysieren, was gesagt wurde und welche Motivation dahinter

steckt, und weiterhin, was die Situation für Möglichkeiten der Intervention bietet. Diese Analysen machen wir häufig unbewusst. In einer unvorhergesehenen Situation muss die Reaktion ad hoc passieren. Deswegen ist es wichtig, diese Überlegungen bewusst und im Vorhinein anzustellen, um in einer Überraschungssituation zielgerichteter zu reagieren.

Für die Analyse von Inhalt und Motivation nutzen wir das sogenannte Argumentationsdreieck. Eine Aussage enthält demnach immer Botschaften auf der Fakten-, der Motivations- und der Appell-Ebene. Auf welche (vermeintlichen) Fakten wird sich bezogen oder welche (vermeintlichen) Fakten werden impliziert? Welche Grundhaltung und welches Menschen- und Gesellschaftsbild motiviert die Aussage oder Handlung? Welche anderen Motive könnten hinter der Aussage stehen? Welche Appelle werden mit der Aussage verbunden? Welche Konsequenzen ergeben sich aus dem Gesagten, wenn man es zu Ende denkt?

Diese Überlegungen geben einen ersten Impuls, wie und auf welcher Ebene (manchmal macht es auch Sinn auf mehreren Ebenen zu argumentieren) man auf die Aussage reagieren möchte.

Daran anschließend sollte eine Analyse der Situation vorgenommen werden: wen kann und will ich in dieser Situation erreichen? Wer hört mir zu? Ist das nur die Person, die die diskriminierende Äußerung getätigt hat oder erreiche ich andere Personen? Sind Betroffene anwesend, die es vor weiteren Verletzungen zu schützen gilt? Ist die Person, die die Aussage getätigt hat, noch Argumenten zugänglich oder hat sie eine gefestigte Position? (Motivations-Ebene im Argumentationsdreieck). Je nachdem, zu welchen Schlüssen ich in meiner Analyse komme, kann ich mich dann zwischen verschiedenen Argumentationsstrategien entscheiden. Die verschiedenen Strategien richten sich an jeweils unterschiedliche Zielgruppen (sind die Personen Argumenten zugänglich oder eben nicht). Beim Überzeugen versuche ich das Gegenüber mittels Fakten von meiner Position zu überzeugen. Durch das Schildern von Beispielen und ihren Folgen kann ich Empathie für Betroffene wecken. Mittels positiver Gegenbeispiele ermögliche ich andere Wahrnehmungen. Mit dieser Strategie kann ich Unentschlossene für meine Position gewinnen und humanistische Menschen in ihrer Argumentation stärken. Bei Personen mit einer gefestigten Position besteht das Risiko einer Ping-Pong-Diskussion, in der die diskriminierende Person ihre Positionen ausbreiten kann.

Eine daran anschließende Strategie ist das Hinterfragen. Hier versuche ich Widersprüche im Gesagten herauszufordern oder durch geforderte Definitionen und Klarstellungen, die Drastik des Gesagten offen zu legen. Dabei hat mein Gegenüber die Möglichkeit die eigene Position darzulegen, gleichzeitig besteht aber die Chance der Selbstentlarvung beziehungsweise, dass den Umstehenden durch die Klarstellungen die Menschenverachtung der Positionen deutlich wird.

Wesentlich konfrontativer ist die Strategie innerhalb einer Gruppe Gegenstimmung zu forcieren. Dabei fordere ich Umstehende auf, Position zu beziehen. Dabei ist es wichtig ein Gespür für die Positionen innerhalb der Gruppe zu haben. Mein Ziel ist es, dass die diskriminierende Position durch Gegenstimmen aus der Gruppe weiter disqualifiziert wird. Positionieren sich andere auf Seiten der diskriminierenden Person, schwächt das meine Position.

Kommt man mit alledem nicht weiter, dann bleibt noch die Strategie des Unterbindens. Je nach meinen Möglichkeiten entziehe ich der Person das Wort, indem ich sie zum Schweigen auffordere oder sie auch des Raumes verweise. Dabei ist es wichtig nur solche Konsequenzen anzudrohen, die dann auch umgesetzt werden können und diese Intervention für die übrigen Anwesenden inhaltlich gut zu begründen, damit kein Solidarisierungseffekt stattfindet. Ein Wechsel der Strategien sollte immer von partnerschaftlich in Richtung konfrontativ stattfinden, ein Wechsel in die entgegengesetzte Richtung erscheint unglaubwürdig.

Und jetzt werdet aktiv in euren Stadtvierteln!

Wie divers sind unsere Kulturstätten? Wenn eine Aufgabe und zugleich Anliegen von (Sozio-)Kultur ist, die Vielfalt unserer Gesellschaft abzubilden und alle Menschen – egal welcher Herkunft, welchen Alters, Geschlechts, und mit oder ohne Behinderung –  kulturell abzuholen, so ist ein Blick hinter die Kulissen mehr als spannend: wird die Diversität unserer Gesellschaft eigentlich in der Belegschaft der Kulturhäuser widergespiegelt?

Der im Oktober veröffentliche Bericht “Diversität in Kulturinstitutionen 2018-2020“ der Initiative kulturelle Integration legt hierzu Zahlen zugrunde und gibt Handlungsempfehlungen an Einrichtungen und Kulturpolitik, um mehr Diversität zu ermöglichen. Aufgrund der großen Nachfrage wurde die Publikation nun auch in einer kostenfreien Version im Netz zur Verfügung gestellt. Hier könnt ihr einen Blick reinwerfen!

Da, wo die Welt komplex und unübersichtlich wird, sind Verschwörungstheorien meist nicht weit. Wir mögen es, wenn die Dinge ihre Ordnung und Kausalität haben. Was wir gar nicht mögen, ist Unsicherheit. Deshalb suchen wir nach Erklärungen für das, was wir nicht oder nur schwer verstehen können. Dieses sehr menschliche Bedürfnis nach Sicherheit ist mitunter ein idealer Nährboden für das Gedeihen der unterschiedlichsten Verschwörungstheorien.

Überschwemmungen, Krankheiten und verdorrte Ernten? Wahrscheinlich das Werk von missgünstigen Hexen, die Menschen mit ihrer Magie schaden wollten! Dieses Beispiel stammt aus dem Mittelalter und zeigt, dass Verschwörungstheorien beileibe keine neue Erfindung sind. Durch die weltweite Vernetzung, die vielen Kommunikationskanäle und die hohe Geschwindigkeit, mit der wir Informationen verschicken, verbreiten sich diese Ideen jedoch weitaus schneller. Die dramatischen Folgen der Hexenverschwörung kennen wir – auf der Jagd nach Schuldigen wurden unzählige Menschen gefoltert und getötet.

Ein anderes Beispiel ist die Idee des „Weltjudentums“, bei der davon ausgegangen wird, dass alle Menschen jüdischen Glaubens gemeinschaftlich die Weltherrschaft an sich bringen wollen würden. Diese Verschwörungstheorie taucht in der Geschichte der Menschheit immer wieder auf und zieht sich vom Mittelalter zu den Nürnberger Prozessen bis in den zweiten Weltkrieg und unsere heutige Zeit.

Moment mal: Bis heute? Inzwischen sollten die Reaktionen auf Verschwörungstheorien doch weniger drastisch ausfallen, oder?

Vor ungefähr einem Jahr stürmten Anhänger*innen des abgewählten Präsidenten der Vereinigten Staaten das Kapitol in Washington. Angeblich sei eine Verschwörung gegen den Präsidenten Trump im Gange und die Wahl sei manipuliert worden. Für zahlreiche weitere Beispiele müssen wir nicht einmal die Lokalnachrichten verlassen. Immer wieder kommt es auch aktuell zu gewaltsamen Protesten gegen die Maßnahmen zum Umgang mit der Pandemie. Unter den Demonstrant*innen befinden sich mitunter Menschen, die davon ausgehen, mit der Schutzimpfung würde ein Mikrochip zur Datenspeicherung implantiert werden (Stichwort: „Schwurbler*innen“).

Bei allen Beispielen werden ein paar grundlegende Merkmale von Verschwörungstheorien sichtbar:. Besondere oder dramatische Ereignisse werden als beabsichtigt herbeigeführte Zustände definiert. Der Zufall wird außer Acht gelassen –  hinter allem steckt eine böse Absicht.

Idealerweise bietet eine Verschwörungstheorie die einfache Antwort auf eine komplexe Wirklichkeit und präsentiert eine schuldige Person bzw. eine schuldige Personengruppe (beispielsweise Krankheiten = Hexenwerk). Die Welt erscheint dann nicht ganz so chaotisch, vielmehr steckt hinter allen Ereignissen ein verborgener Sinn. Das macht die Sache an sich zwar nicht besser, aber zumindest erzeugt die Vermutung eines Sinnes offenbarmehr Sicherheit.

Die Anfälligkeit für Verschwörungsmythen ist in uns allen veranlagt, bei manchen mehr und bei manchen weniger. Letztendlich mögen alle Menschen Geschichten und versuchen seit Urzeiten, sich damit die Welt zu erklären. Hinter Verschwörungstheorien steckt zumeist ein großes Sicherheitsbedürfnis, was ein Ausdruck von Unsicherheit und Angst sein kann.

Wichtig ist: Wir müssen uns keine abstrusen Theorien oder Beschuldigungen anhören. Wir müssen nicht schweigen. Stellen wir uns dagegen, unterstützen wir online Gegenpositionen, aber bleiben wir im Gespräch und formulieren Ich-Botschaften. Vor allem aber sollten wir eins nicht vergessen: Hinter jeder*m Verschwörungstheoretiker*in steckt auch ein Mensch.

Verschmutzte Wände und bröckelnder Putz Ade – ein Treppenhaus erstrahlt in neuem Glanz! Und es ist nicht irgendein Treppenhaus, sondern eines im Bezirk Trier-Nord, und dort gibt es viele Wohnhäuser, die dem äußeren Anschein nach keine hohe Wohnqualität aufweisen.

Unser Trierer Projekt KreaPolis hat sich zur Aufgabe gemacht, in partzipativen Aktionen die Stadtteilbewohner*innen zur Gestaltung ihres Viertels zu aktivieren. Und so wurde gemeinsam mit Anwohner*innen ein Konzept zur Verschönerung ihres Hauseingangs erstellt und es schließlich in die Praxis umgesetzt. Mit Malervlies, Abklebeband, Farbe und Pinsel bewaffnet ging es gemeinsam ans Werk. Die Idee dahinter war nicht etwa ein buntes Drauflosmalen, sondern das Schaffen eines angenehmeren Wohmumfelds für alle.

Diese Treppenhausgestaltung ist nicht die erste Aktion ihrer Art. Auch in anderen Wohnhäusern und öffentlichen Gebäuden des Bezirks ist das Projekt bereits gemeinsam mit der Nachbarschaft aktiv geworden und hat für eine verbesserte Wohn- oder Arbeitsatmosphäre gesorgt. Die Ergebnisse können sich sehen lassen, und das Miteinander im kreativen Prozess bringt die Anwohnerschaft zusammen, lässt sie teilhaben und rückt den Bezirk in ein positiveres Licht.