Corona-Collection

Gemeinsam mit Anwohner*innen ein Kunstwerk gestalten

In Zeiten des Lockdowns ist es für Einrichtungen der Stadtteilarbeit herausfordernd, mit den Anwohner*innen in Kontakt zu bleiben oder überhaupt erst in einen Austausch mit ihnen zu treten. Ein guter Weg ist es, Nachbar*innen dazu aufzurufen, ihre Eindrücke, Gedanken, Stimmungen zur und über die Pandemie-Zeit einzureichen. Das eingereichte Material kann dabei vielfältig sein und von Texten über Fotos und Zeichnungen zu von der Nachbarschaft selbst gedrehten Videos reichen. Aus den Einsendungen kann ein Gesamtkunstwerk entstehen, das als eine Art „Corona-Tagebuch“ die Pandemie mitsamt der damit einhergehenden Umwälzungen auf künstlerische Art und Weise portraitiert. Dieses Gesamtkunstwerk wiederum kann multimedial aufbereitet und weiterverwertet werden: als Buch, Ausstellung im öffentlichen Raum etc.

 

Zudem kann es – soweit es die Corona-Bedingungen zulassen – fruchtbar und lohnend sein, gemeinsam mit den Anwohner*innen zusätzlich in analoger Form an dem Gesamtkunstwerk zu arbeiten. So können sich auch Nachbar*innen, die nicht auf digitalem Weg erreicht werden, am Projekt beteiligen. Durch die Verquickung von digitaler und analoger Methodik können überdies vielfältige Ergebnisse erzielt werden, die multimedial aufbereitet werden können. Beispielsweise können gemeinsam mit den Anwohner*innen Fotoshootings durchgeführt werden, die auf großformatigen Plakaten zu Collagen zusammengeführt und im öffentlichen Raum angebracht werden.

 

Die CoronaCollection Mannheim ist mittlerweile erschienen. Das Lookbook könnt ihr HIER herunterladen.

Elemente

Ziele

Austausch mit den Nachbar*innen, gemeinsames Kunstwerk gestalten

Austausch mit den Nachbar*innen, gemeinsames Kunstwerk gestalten

Team

je nach angestrebten Endprodukt: 1-2 Personen für Leitung und Konzeption, 1 Künstler*in für analoge Workshops, bei Portrait-Aufnahmen 1 Fotograf*in, ggf. 1-2 Künstler*innen für Gestaltung und Layout (wenn das Gesamtkunstwerk als Buch veröffentlicht werden soll)

je nach angestrebten Endprodukt: 1-2 Personen für Leitung und Konzeption, 1 Künstler*in für analoge Workshops, bei Portrait-Aufnahmen 1 Fotograf*in, ggf. 1-2 Künstler*innen für Gestaltung und Layout (wenn das Gesamtkunstwerk als Buch veröffentlicht werden soll)

Ort

Ort

Zuhause, analoge Workshops indoor sowie outdoor möglich (je nach Corona-Bestimmungen)

Zuhause, analoge Workshops indoor sowie outdoor möglich (je nach Corona-Bestimmungen)

Hardware

Handy und PC, Tablet o.ä., bei durchzuführenden analogen Workshops entsprechende Materialien, z.B. zuvor gemeinschaftlich selbst geschneiderte Masken

Handy und PC, Tablet o.ä., bei durchzuführenden analogen Workshops entsprechende Materialien, z.B. zuvor gemeinschaftlich selbst geschneiderte Masken

Tipps

1. Aufruf (multimedial) streuen

Die Einladung an die Nachbarschaft, sich zu beteiligen und ihre Kunstwerke einzureichen, am besten multimedial streuen (per Video, auf sozialen Netzwerken, auf der eigenen Website etc.). Sofern auf diesem Wege nur wenige Anwohner*innen erreicht werden, Aufruf in analoger Form wiederholen (durch Aushänge, Einwurf in den Briefkasten etc.).

2. Einreichungen über viele Kanäle ermöglichen

Die Nachbar*innen sollten die Möglichkeit haben, ihre Kunstwerke auf vielfältigem Wege einzureichen: per SMS, über mehrere Messenger-Dienste, per Mail, über die sozialen Medien… Analoge Einreichungen über den Briefkasten sind ebenfalls denkbar.

3. Flexibel bleiben und bei Bedarf um weitere Aktionen ergänzen

Sofern sich die Teilnahme der Anwohner*innen in Grenzen hält, können zur Unterstützung und im angemessenen Rahmen analoge Formate durchgeführt werden. Die inhaltliche Ausrichtung der Formate kann sich aus den von den Nachbar*innen eingereichten Kunstwerken ergeben (z.B. Reflexionen über die Maske als Mode-Objekt).

4. Künstler*innen mit entsprechenden Sprachkompetenzen engagieren

Falls zusätzlich analoge Workshops durchgeführt werden, bietet es sich bei der Zusammenarbeit mit Menschen mit Migrationshintergrund an, Künstler*innen mit entsprechender Sprachkompetenz zu engagieren.

5. Das Gesamtprodukt nicht aus den Augen verlieren

Es ist hilfreich, sich frühzeitig darüber im Klaren zu sein, in welcher Form die Kunstwerke am Ende zusammengeführt werden sollen – auch mit Blick auf die methodische Ausrichtung von ggf. erfolgenden analogen Workshops.

Kontakt

MANNHEIM: NINA LENZ

zeitraumexit e.V. mehr erfahren >>> schließen <<<<

Nina Lenz ist als Staatlich Anerkannte Erzieherin seit 2001 in Berufsfeldern der Sozialen Arbeit (Jugendhilfe, Kindertagesstätten, Offene Jugendarbeit) tätig. Seit 2009 arbeitet sie als freischaffende Theaterpädagogin (BuT) und Regisseurin mit jungen Erwachsenen, Langzeitarbeitslosen, Geflüchteten und Senior*innen. Seit November 2018 ist sie in der Stadtteilarbeit tätig und arbeitet im Künstlerhaus und soziokulturellen Zentrum zeitraumexit in Mannheim im UTOPOLIS-Projekt Social Body Building mit. Ihr wichtigstes Prinzip ist Partizipation.