„Ein Bild sagt mehr als tausend Worte“

Katharina Mouratidi © Heike Overberg

Welche Informationen brauchen Fotograf*innen, um Veranstaltungen so zu dokumentieren, dass die gewünschten Motive eingefangen werden? Wie gelingt eine zielgerichtete Präsentation des Projekts im Internet und in der Presse? Was beinhaltet das Konzept einer Fotoausstellung?

 

In dem Workshop wurden die verschiedenen Arten von Fotografien beleuchtet, die in der soziokulturellen Arbeit von Bedeutung sind. Anhand von praktischen Beispielen wurden drei Kategorien von Fotografien identifiziert:

  • Fotografien zur Dokumentation der soziokulturellen Arbeit
  • Fotografien für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
  • Fotografien für Ausstellungen zur Vermittlung differenzierter Informationen

Alle Fotografien haben unterschiedliche Anwendungsgebiete und Zielgruppen. Um Bilder in der soziokulturellen Praxis effektiv einsetzen zu können, ist es zentral, zunächst Ziel und Zielgruppe der visuellen Kommunikation unter Zuhilfenahme folgender Fragestellungen zu definieren:

  • Wofür werden in der Organisation Fotografien benötigt? ZIELE
  • Welche Zielgruppen sollen diese erreichen? ZIELGRUPPE
  • Welche Inhalte sollen sie transportieren? INHALT

Diese Definition ermöglicht es nicht nur mithilfe der Fotografien die gewünschten Aspekte gezielt in den Vordergrund zu rücken, sondern erleichtert auch das punktgenaue Briefing des/der Fotograf*in. Um Fotografien nach den definierten Parametern erstellen zu können, benötigt die Fotografin/der Fotograf folgende Informationen:

  • Ort der Fotografie
  • Tageszeit / Location / Licht!
  • Wer sind die Protagonist*innen? Wer soll also auf das Bild?
  • Wer soll erreicht werden? Was ist die Zielgruppe der Fotografie?
  • Was soll die Fotografie aussagen? Was soll deren Inhalt sein?

In der Arbeit in Kleingruppen wurden die wichtigsten Ziele für Fotografien in der soziokulturellen Arbeit zusammengetragen. Diese können u.a. sein:

  • Dokumentation der Arbeit für Sponsor*innen und Geldgeber
  • Gewinnen neuer Mitglieder, Ehrenamtlicher und Teilnehmender für Projekte
  • Archivierung der eigenen Historie
  • Aufklärung über gesellschaftliche Missstände
  • Empowerment sozialer Randgruppen.

Nach dem theoretischen Teil untersuchten die Teilnehmenden selbst Anhand von good and bad practice Beispielen Fotografien nach folgenden Fragestellungen:

  • Was sollte auf dem Bild visuell kommuniziert werden? Wurde dies erreicht?
  • Welche Zielgruppe sollte mit dem Bild angesprochen werden? Wurde sie erreicht?

In einer anschließenden Diskussion mit der ganzen Gruppe wurden für die einzelnen Abbildungen inhaltliche und formale Verbesserungsvorschläge erarbeitet.

Der Schwerpunkt des Interesses der Teilnehmenden lag weniger auf einer inhaltlichen Analyse von Fotografien und deren Ziele bzw. Zielgruppen. Besonders gefragt war in dem Workshop vielmehr Hilfestellung und Beratung bezüglich der Verbesserung von Fotografien in technischer Hinsicht, also: Bildaufbau, Perspektive, Einsatz künstlicher und natürlicher Lichtquellen, Bewegungsunschärfe, etc.

Katharina Mouratidi © Heike Overberg