Brieffreundschaften in der Nachbarschaft

Format:   Kontaktlos & Digital
Thema:   Bedarfsabfrage, Vernetzung
Zielgruppe:   Jede*r
Alter:   Ab 10 bis 100 Jahre

Analoge Vernetzung der Nachbarschaft

Briefe ermöglichen in Zeiten des Lockdowns und „sozialer Distanz“, einander nah zu bleiben und zu kommen. Die Nachbarschaft kann sich mithilfe des mittlerweile altertümlich erscheinenden Mediums Brief auf einfache Weise miteinander vernetzen. Ein weiterer Vorteil ist, dass auch Zielgruppen, die nicht Internet-affin sind, erreicht werden und mitmachen können.

 

So geht’s:

 

    1. Nachbar*innen per Einwurf in den Briefkasten oder Aushänge im öffentlichen Raum zum Mitmachen aufrufen. Interessierte können einen Steckbrief mit Name, Adresse, Alter und Interessen bzw. Hobbies verfassen und ihn per Brief an die Koordinierungsstelle senden oder dort in den Briefkasten werfen.
    2. Die Koordinierungsstelle sichtet die Steckbriefe und vernetzt Anwohner*innen mit ähnlichen Interessen und Hobbies miteinander. Es können z.B. Brieffreundschaften zwischen Literaturbegeisterten, Sportler*innen, Hobby-Köch*innen etc. geknüpft werden. Andere Faktoren wie Alter, Geschlecht, Herkunft sollten bei der Vernetzung keine Rolle spielen.
    3. Steckbrief der zu vernetzenden Bewohner*innen mit Anschrift versenden, wobei Anwohner A den Steckbrief der Anwohnerin B erhält. Ein kurzes Anschreiben kann beigelegt werden.

 

Der von den Anwohner*innen zu verfassende Steckbrief kann beliebig erweitert werden, hier sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt (z.B. Lieblingsorte, Vermeidungsorte im Kiez etc.). Es sollten jedoch nicht zu viele Punkte abgefragt werden, so dass die Aktion niedrigschwellig bleibt und viele Anwohner*innen zur Teilhabe animiert werden. Die Steckbriefe eignen sich übrigens auch gut als Bedarfsanalyse für die Stadtteilarbeit!

Elemente

Ziele

Vernetzung der Nachbarschaft, Bedarfsanalyse für die Stadtteilarbeit

Team

1 Person für die Koordination

Ort

überall, doch meist am Schreibtisch

Hardware

(Brief-)Papier, Stift, Briefumschläge

Budget

geringe Kosten für oben genannte Hardware, falls nicht schon vorhanden

 

Tipps

Diversität fördern!

Die Aktion eignet sich sehr gut dafür, unterschiedliche Menschen zusammenzubringen, die sonst nicht in Kontakt miteinander treten würden. Die Vernetzung kann auf diese Weise z. B. generationsübergreifend oder interkulturell gestaltet und so gleichzeitig Vorurteile abgebaut werden.

 
 

Galerie

Verwandte Artikel

 
30.06.2020
Kontaktlos & Digital

Brieffreundschaften in der Nachbarschaft, Pt. 2

Während des Lockdowns hat unser Dresdener Projekt „Plattenwechsel. WIR in Aktion“ des Johannstädter Kulturtreff e. V. zum Briefeschreiben aufgerufen. Anwohner*innen konnten sich mit einem Steckbrief, der neben dem Alter auch die Interessen und Hobbies umfasste, bei dem Verein melden. Die [...]

Mehr lesen
 
16.04.2020
Kontaktlos & Digital

Brieffreundschaften in der Nachbarschaft

Was früher ein Mittel war, um trotz weiter Distanzen in Kontakt zu bleiben, avanciert in Zeiten von Corona zu einer Möglichkeit, die sich lokal am nächsten Befindlichen neu oder besser kennenzulernen: die gute alte Brieffreundschaft. Das Dresdener UTOPOLIS-Projekt „Plattenwechsel – [...]

Mehr lesen