Im November berichteten wir euch vom neu erschienenen Corona-Tagebuch unseres saarländischen Projekts LightUp! Neunkirchen.
In dem berührenden Tagebuch berichten Quartiersbewohner*innen von ihrem Leben in Pandemiezeiten, ihren Gedanken, Sorgen und Ängsten, aber auch von Optimismus und neuen Chancen. Bislang gab es das Corona-Tagebuch nur als Print-Publikation, nun steht es aber auch es als kostenfreier Flip-Katalog zur Verfügung. Reinschauen lohnt sich!

Möchtet ihr bei dem nassgraukalten Wetter mal wieder etwas Schönes, Buntes sehen? Dann auf nach Nürnberg! Unser Modellprojekt #LNGWSSR hat eine komoot-Tour durch das Quartier zusammengestellt, die die Streetart im Stadtteil sowie die Geschichten, die dahinterstehen, vorstellt. Auf diese Weise kann der heimliche Graffiti-Hotspot Langwasser auch aus dem warmen Wohnzimmer heraus entdeckt werden. Die Tour ist natürlich auch ganz analog möglich: per komoot-App könnt ihr euch zu den Kunstwerken und Murals im Quartier navigieren lassen. Also: warme Stiefel an – und los geht’s!

Sandy Gärtner, die Projektleitung unseres Magdeburger Modellprojekts „Auf die Plätze…!“, gehört zu den zehn Magdeburger*innen des Jahres 2020! Sie erhielt die Auszeichnung für ihr nachbarschaftliches Engagement im Rahmen der an das UTOPOLIS-Projekt angedockten Aktion „Moritz hilft!“.

Im Sommer letzten Jahres wurde für 16 Hausaufgänge der Magdeburger Neuen Neustadt Quarantäne verhängt. Die Anwohner*innen hatten keine Zeit, sich auf die Isolation vorzubereiten und sich mit Lebensmitteln sowie weiterem Bedarf einzudecken, überdies lief die Notversorgung schleppend. Sandy Gärtner vernetzte sich mit vielen weiteren Engagierten zum Nachbarschaftsprojekt „Moritz hilft!“ und sammelte Spenden, die an die rund 500 unter Quarantäne stehenden Bewohner*innen verteilt wurden. Die gegründete Nachbarschaftshilfe wird über diese Aktion in 2020 hinaus weitergeführt: Die Akteur*innen sind weiterhin miteinander verbunden und möchten auch in diesem Jahr mit Aktionen und Projekten zum nachbarschaftlichen Zusammenhalt beitragen.

Mehr zu dem solidarischen und Mut machenden Projekt erfahrt ihr in dem Video, das anlässlich der Preisverleihung zum Magdeburger des Jahres entstanden ist. Ab Minute 24 wird die Aktion „Moritz hilft!“ vorgestellt, und auch die Preisträgerin kommt zu Wort. Welche Magdeburger*innen noch ausgezeichnet wurden, erfahrt ihr HIER.

Der Kunst- und Kulturszene bleibt zurzeit das Lachen im Halse stecken. Kunstproduktion und Kulturleben agieren im Corona-Modus, Künstler*innen und Kulturzentren bangen, ob sie die Krise überstehen. Dennoch: Die aktuelle SOZIOkultur-Ausgabe hat „HUMOR“ zum Thema – und zwar gerade jetzt. Denn Humor als Position der kritischen Distanz, als Ebene für Geist und Witz, Kreativität und Dialog ist Überlebensmittel auch in Krisenzeiten.

Wenn das Stichwort Humor fällt, denken viele unmittelbar an Clowns. Doch nicht nur die Clownerie, auch andere Übungen aus dem Zirkus haben viel mit Witz und Lachen zu tun. Darüber berichtet Ann-Kathrin Büdenbender, Projektleiterin unseres Hildesheimer Projektes „Nordstadt im Rampenlicht“, in ihrem Artikel „Zirkus mit Abstand: Geht nicht? Geht ja doch!“. Ihr könnt den Artikel HIER nachlesen. Zur gesamten Ausgabe der SOZIOkultur gelangt ihr HIER.

Viel Spaß beim Lesen!

Mehr Gemeinwohlorientierung, mehr gemeinschaftliches Handeln, mehr Mut zum Experimentieren: Diese Maxime zeichnen unter anderem die Neue Leipzig-Charta aus. Mit der Neuen Leipzig-Charta wurde im November 2020 die Leipzig-Charta aus dem Jahr 2007 reformiert – und damit den gesellschaftlichen, ökologischen und ökonomischen Veränderungen Rechnung getragen.

Was genau die Neue Leipzig-Charta beinhaltet und was sie für die Stadtentwicklungspolitik – gerade in Pandemie-Zeiten – bedeutet, wurde auf der digitalen Fachkonferenz „Neue Leipzig-Charta“ am 2. Dezember 2020 diskutiert. Unser Modellprogramm „Light Up! Neunkirchen“ aus dem Saarland zeigte auf, dass auch in Zeiten von Corona Gemeinwohlorientierung und gemeinschaftliches Handeln möglich sind: Wenige Monate nach Projektstart im September 2019 ging es für das Kutscherhaus Neunkirchen, das das Modellprogramm umsetzt, bereits in den Lockdown – damit wurde kulturelle Nachbarschaftsarbeit unmöglich gemacht. Das Kutscherhaus reagierte jedoch schnell und brachte ein vielfältiges, niedrigschwelliges und zweisprachiges Online-Angebot auf den Weg. So musste in dieser schwierigen Zeit nicht auf Kunst und Kultur verzichtet werden, überdies konnte der Kontakt zu den Nachbar*innen gehalten werden. Weitere Informationen zum Neunkirchener Beitrag auf der Fachkonferenz könnt ihr HIER nachlesen.

Einen ausführlichen Rückblick zur Fachkonferenz findet ihr HIER.

Wer ist das System? Was kann weg? Was soll sich verändern? Was darf Kunst?

Diese und noch mehr Fragen stellte unser Wuppertaler Projekt „Die Wüste lebt“ der Färberei e.V. im Rahmen einer Intervention. Die Mobile Oase aus dem Osten begab sich auf die Suche nach der Systemrelevanz des Westens. Bei dieser Aktion zog die Karawane aus ihrem Projektgebiet Oberbarmen in den Wuppertaler Westen nach Elberfeld – für Wuppertaler ein großer Schritt…

Sehenswert!

Den YouTube-Kanal der Oase Oberbarmen mit noch mehr Videos findet ihr HIER.

Ein Festival in der Nachbarschaft zu Corona-Zeiten? Unser Bremer Projekt „Europa zentral. Leben im Liegnitzquartier“ des Vereins Kultur vor Ort hat gezeigt, dass und wie es geht. Natürlich unter strenger Einhaltung der Abstands- und Hygienevorschriften und: mit Unterstützung der Anwohner*innen. Trotz Nieselregens fiel so die Corona-kompatible Variante des Festivals sehr erfolgreich aus.

Ganz nach dem Motto: können die Menschen nicht zum Festival kommen, so kommt das Festival eben zu den Menschen, wurden die angrenzenden Straßen rund um den Bremer Liegnitzplatz zur Bühne. Rock’n’Roll, akustische Gitarren, ein Akkordeon und Hip Hop-Beats, die mit vielsprachigen Texten zweier junger Talente aus der Rap-Werkstatt besungen wurden, erschallte aus den Straßen. Zudem stand ein Stadtteilrundgang, künstlerische Mitmach-Aktionen und ein Boule-Turnier auf dem Programm. Bei einem Workshop der Nähbox-Werkstatt konnten die Bewohner*innen aus Stoffresten eigene Schlüsselanhänger kreieren. Der Hundertmark- und Gohgräfenplatz wurde mit großformatigen Portraits von Bewohner*innen des Liegnitzquartiers geschmückt und mit Zitaten der Anwohner*innen zum Thema Nachbarschaft unterlegt. Das türkische Sprichtwort „Wähle nicht das Haus, sondern wähle deine Nachbarn“ beispielsweise verdeutlicht den Wert guter Nachbarschaft – die beim Mikrofestival #02 für beste Stimmung und eine schöne Atmosphäre sorgte. Gärten und Bürgersteige wurden geschmückt, Erfrischungsgetränke über den Gartenzaun gereicht, so dass trotz Corona und unter Einhaltung der Abstandsvorschriften ein nachbarschaftlicher Austausch möglich war.

Der Weser-Kurier hat über das Mikrofestival berichtet. Ihr findet den Artikel HIER.

Während des Lockdowns hat unser Dresdener Projekt „Plattenwechsel. WIR in Aktion“ des Johannstädter Kulturtreff e. V. zum Briefeschreiben aufgerufen. Anwohner*innen konnten sich mit einem Steckbrief, der neben dem Alter auch die Interessen und Hobbies umfasste, bei dem Verein melden. Die Bewohner*innen wurden dann zusammengeführt, wobei nicht das Alter, sondern ähnliche Interessen im Vordergrund standen. So wurden beispielsweise ein 70-Jähriger Sütterlin-Schreibender mit einer Geschichtsstudentin „verkuppelt“.

Weil viele Menschen im Quartier noch nicht ausschließlich digital unterwegs sind, läuft die Aktion sehr erfolgreich. Viele Zuschriften von Anwohner*innen zwischen 13 und 84 Jahren erreichten den Verein. Die Briefaktion ermöglicht ein Kontakteknüpfen der Bewohner*innen auch in Zeiten der „sozialen Distanz“. Vor allen Dingen können sich Menschen kennenlernen, die auf der Straße andernfalls aneinander vorbeigelaufen wären – unwissend, dass der Gegenüber vielleicht dasselbe Hobby teilt oder ganz ähnliche Ansichten hat. Der Johannstädter Kulturtreff hofft, auf diese Weise die Anonymität etwas aufbrechen zu können.

Die Dresdner Neuesten Nachrichten haben über die Aktion berichtet. Ihr findet den Artikel HIER.

Von der Kontaktsperre während der Corona-Krise sind Senior*innen besonders stark betroffen. Unser Projekt „LIGHT UP! Neunkirchen“ des Kutscherhaus Vereins aus dem Saarland möchte den Senior*innen deswegen in der Pandemie-Zeit mit verschiedenen Aktionen eine Freude machen. Bei „Post für’s Evergreen“ wurde die Anwohnerschaft dazu aufgerufen, Senior*innen Briefe, Bilder und Selbstgebasteltes zu schicken. Die Aktion war sehr erfolgreich, das Seniorenheim „Evergreen“ erreichte fast 100 Einsendungen. Nun, da die Maßnahmen etwas gelockert wurden und das Wetter wieder freundlicher geworden ist, veranstaltete der Kutscherhaus Verein ein Mitsing-Konzert im Hof des Seniorenheims. Sue und Tom Lehmann präsentierten zusammen mit Gunni Mahling bei schönstem Wetter Evergreens für das Evergreen – an denen auch die Anwohnerschaft seine Freude hatte. Weitere Informationen findet ihr in dem Artikel „Mit Tom und Sue auf musikalischer Reise“ der Saarbrücker Zeitung.

 

Mittlerweile gehört sie zum Alltag dazu, obschon es mitunter schwer fällt, sich daran zu gewöhnen: die Maske, a.k.a. „Mund-und-Nasen-Schutz“. Doch wie geht es uns damit? Was verändert sie? Und: Sind wir noch wir mit Maske? Mit diesen und noch mehr Fragen lud unser Wuppertaler Projekt „Die Wüste lebt!“ der Färberei e.V. seine Nachbarschaft zum Dialog ein. Die Einhaltung des erforderlichen Abstands sicherte ein verlängertes Aufnahmegerät, mit dem die Gespräche geführt wurden. Die Anwohner*innen konnten sich außerdem portraitieren lassen – und zwar mit und ohne Maske. Hierfür baute das Team der Mobilen Oase vor ihrem Vereinsgebäude ein Pop-up-Fotostudio auf. Auf diese Weise entstand ein schönes Kaleidoskop der Nachbarschaft – trotz Corona. Mehr Infos zur Aktion und zum Projekt findet ihr HIER.