Beim Böhnischplatzfest in der Dresdener Johannstadt bot der Stand unseres Projekts Plattenwechsel – WIR in Aktion jede Menge abwechslungsreiche Möglichkeiten zum Mitmachen, Austauschen und Kennenlernen. Zu den Kreativangeboten für Kinder, wie das kunterbunte Postkartenbasteln, versammelten sich die Kleinen und ihre Familien um den Kreativ-Tisch und hatten jede Menge Spaß beim Kleben, Malen und sich Ausprobieren. Das Feedback-Rad lud Erwachsene und Jugendliche zum Austausch über das Quartier und das (Zusammen-)leben darin ein und brachte viele interessante Gespräche hervor. Und das ZEILE-Zelt bot Lesungen aus dem Stadtteilmagazin sowie eine Postkartenausstellung mit Ansichten der Alten Johannstadt.

Das Interesse war groß und die Beteiligung rege und so konnte auch das wechselhafte Wetter dem Spaß und dem Zusammenkommen keinen Abbruch tun. So feierte die Johannstadt mit ihren Anwohner*innen und stellte sich gleichzeitig in ihrer wunderbaren Vielfalt vor.

Wer wohnt denn da im Container hinter Aldi und hat ’ne rote Nase?
Das ist die neue Nachbarin im Dresdener Bezirk Johannstadt: Clownin Madame KlimBim. Und sie zieht durch den Stadtteil, um mit den Anwohner*innen ins Gespräch zu kommen: welche Anliegen, Wünsche, Fragen und Träume haben sie? Sie empfängt auch Besuch direkt an ihrem Container und hält dort Sprechstunden für mehr Utopie.

Bei ihrer Einweihungsfeier am ersten März, die mit Feuerschale, Kinderpunsch und lustigen Aktionen stattfand, trafen sich große und kleine, junge und alte, zugezogene und alteingesessene Johannstädter*innen, um mit KlimBim, aber auch miteinander in Austausch über ihren Stadtteil zu kommen.

Unser Dresdener Projekt Plattenwechsel motiviert mit dieser lustigen Aktion die Nachbarschaft sich Gedanken über das Zusammenleben in ihrem Quartier zu machen und schafft damit Identifikation, Zusammenhalt und Austausch. Wir wünschen noch viele utopische und konstruktive Gespräche mit Madame KlimBim!

Die dritte Ausgabe des Johannstädter Stadtteilmagazins ZEILE ist unter dem Schwerpunkt „Wissen“ erschienen. Unser Dresdener Projekt Plattenwechsel – WIR in Aktion liefert mit dieser dritten Ausgabe wieder Aktuelles, Historisches, Lustiges und Informatives aus dem Quartier.

Was würden die alten Bäume über ihren Bezirk berichten, welche Geschichten aus der Johannstädter Vergangenheit haben bis heute ihre Bedeutsamkeit und was gibt es Neues über das aktuelle Leben im Stadtteil? Welche Projekte und Initiativen sollte man kennen, welches Wissen lohnt es zu bewahren und weiterzugeben?

Die ZEILE profitiert als partizipatives Projekt vom Wissen der alten und jungen Anwohner*innen, von unterschiedlichen Perspektiven Alteingesessener und Zugezogener und zeigt: Wissen ist Macht, Wissen bildet Zukunft und arbeitet gegen das Vergessen.

In diesem Sinne: viel Spaß beim Stöbern!

Ganz im Sinne der Müllvermeidung und Wiederverwendung hat unser Dresdener Projekt Plattenwechsel – Wir in Aktion des Johannstädter Kulturtreffs zur  Eröffnung eines Tauschschrankes für den Bezirk einen Upcycling-Workshop angeboten.

Hier konnte man lernen, wie aus geschreddertem Altplastik neue Gegenstände wie Schraubenzieher oder Karabinerhaken hergestellt werden. In Kooperation mit Johannplasto, der Teil eines weltweiten Recycling-Netzwerks ist, das neue Techniken und Methoden für Plastikrecycling entwickelt, konnten die Sinne zum Thema Müll, Umwelt und Nachhaltigkeit neu geschärft werden. Alle Interessierten konnten bei Sonnenschein und guter Laune im Freien zusammenkommen, sich austauschen und Neues lernen.

Und wer selbst Dinge zuhause hat, die nicht mehr benötigt werden, kann diese  – statt sie zu entsorgen – der Nachbarschaft im neu eröffneten Tauschschrank zur Verfügung stellen. Und vielleicht dabei auch etwas Neues finden. Nachhaltigkeit trifft Nachbarschaftlichkeit!

Es weht ein neuer Wind durch die Dresdener Johannstadt: Seit September 2019 wird der Johannstädter Kulturtreff e.V. mit seinem Projekt „Plattenwechsel – WIR in Aktion“ über „UTOPOLIS – Soziokultur im Quartier“ gefördert. Ein paar Monate nach Projektbeginn kam der erste Lockdown – und damit eine Herausforderung für ein Modellprojekt, das von Partizipation, Gemeinschaft und einem ständigen Austausch mit der Nachbarschaft lebt. Welch innovative Formate trotz oder gerade wegen der Pandemie realisiert wurden, erfahrt ihr in der Dokumentation über das erste Projektjahr. Wir freuen uns auf weitere schöne Aktionen, mit denen der Stadtteil gemeinschaftlich gestaltet und belebt wird!