Für Kinder aus der Nachbarschaft bot unser Berliner Projekt XB-Lab spannenden Workshop für die Herbstferien an: in Kooperation mit einem Künstlerkollektiv konnte deren künstlerisches Atelier volle drei Tage von den Kindern genutzt werden. Es wurde gebastelt, gebaut, gestaltet, geschmückt, gewirbelt.

Im Fokus standen dabei zwei Aktionen: Zum einen wurden Insektenhotels hergestellt, die anschließend gemeinsam im Quartier angebracht werden konnten, um somit einen Beitrag gegen das Artensterben im städtischen Raum zu leisten und den Kiez zu verschönern. Zum anderen wurde das Thema Upcycling groß geschrieben und aus scheinbar nutzlosen Abfallprodukten entstanden neue Dinge.
Das kreative, Inspirierende Miteinander fand viel Anklang und die Ergebnisse können sich sehen lassen!

Die Aktion Original XB – Geschichten aus dem Kiez unseres Berliner Projekts XB Lab war ein voller Erfolg. Insgesamt 18 Videointerviews sind entstanden, die nun als Zusammenschnitt zu einer ersten öffentlichen Vorführung gebracht wurden.

In den Interviews erzählen Stadtteilbewohner*innen von ihrem Leben, ihrem Alltag und der Entwicklung des Quartiers. Jede Geschichte ist anders und gleichermaßen spannend: manche waren Teil der Hausbesetzerszene, haben einen inklusiven Verein gegründet, sind Handwerker, Aktivistin, Kneipenbesitzer oder leiten ein Obdachlosenheim. Eines haben alle gemeinsam: sie leben schon lange im Bezirk und sind tief mit ihm verwurzelt. In dem einstündigen Zusammenschnitt erhalten die Zuschauenden einen Einblick in die bewegende Geschichte des Stadtteils und das Leben im Quartier. Und das macht Lust auf mehr! Um dieser Lust nachgehen zu können stehen die Einzelinterviews online zur Verfügung.

Die Vorführung fand in einem anliegenden alternativen Stadtgarten statt, einer kleinen grünen Oase, in der dennoch hin und wieder das laute Leben des Bezirks zu hören war, was eine authentische Untermalung zum Film darstellte. Die Projektleiterinnen Nicole Wozniak und Melanie Akerboom gestalteten den Abend zudem mit schönen Mitmachaktionen über Lieblingsorte und Assoziationen mit dem Stadtteil.

Vielen Dank für diesen rundum gelungenen Abend!

Das Projekt XB-Lab von der Gesellschaft für Humanistische Fotografie lädt Quartiersbewohner*innen ein, über ihren Bezirk nachzudenken und über ihn zu berichten. Dabei rücken vor allem Menschen in den Blickpunkt, die mit dem Quartier schon viele Jahre verwachsen sind, seine Entwicklungen miterlebt haben und deren Alltag dadurch beeinflusst wurde. Echte „Originale“ eben.

Der Kreuzberger Bezirk SO36 hat Geschichte: einst war er von Verfall gezeichnet, wurde geprägt durch die Hausbesetzer*innenszene, den Mauerbau und schließlich –fall, und wurde zum touristischen Ausflugsziel. Wie haben die Anwohner*innen diese enormen Veränderungen erlebt? Wie hat sich ihr Leben gemeinsam mit dem Kiez verändert? Was bewerten sie positiv, über welche politische Entscheidung sind sie verärgert? Sie berichten über „1.-Mai-Demo-Tourismus“, ihre Sorgen um Drogenabhängige und warum sie trotz aller Probleme diesen Kiez niemals verlassen möchten.

Mit Hilfe einer Journalistin werden die Geschichten der Anwohner*innen aufgezeichnet und zu einem kurzen Film geschnitten. Alle Filme ergeben zusammen ein komplexes Bild des Quartiers, der Vielfalt seiner der Anwohner*innenschaft, deren Erlebnissen, Gefühlen und Meinungen.

 

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