Die Wüste lebt! beim Beuys-Festival

Ein Mann hält eine Fackel in der Hand, er nimmt an einem Fackellaufteil. Neben ihm steht ein Mann mit einem Megaphon
Fackellauf © Die Wüste lebt!

Joseph Beuys‘ Theorie der „Sozialen Plastik“ begreift Kunst nicht als ein abgeschlossenes, materielles Werk, sondern sieht sie vielmehr im Denken und Handeln des Menschen, der damit die Gesellschaft formt. Die Fackel war für Beuys ein Symbol, ein Impuls für diesen Kunstbegriff.

Unser Wuppertaler Projekt Die Wüste lebt! der Färberei Wuppertal beteiligte sich an der Aktion „Schütze die Flamme – Akademie der Straße“ im Rahmen des Performance Festivals zum 100. Geburtstag von Joseph Beuys. Bei diesem inklusiven Fackellauf nahmen vorrangig Anwohner*innen aus dem Bezirk Oberbarmen teil: bunt gemischt in Alter und Herkunft, trugen sie die Fackel im Olympiajahr 2021 zehn Kilomerer weit auf den zentralen Markt- und Begegnungsplatz im Quartier. Dort wurde der Fackellauf auf Monitoren als Livestream übertragen und es zeigte sich die „Soziale Plastik“: die Kunstaktion hat die Anwohner*innen zusammengebracht, sie formten gemeinsam eine lebendige soziale Situation und setzten damit ein Zeichen für Sichtbarkeit und Zusammenhalt.

In Kooperation mit der Mobilen OASE hat Die Wüste lebt! schon zahlreiche außergewöhnliche Aktionen im öffentlichen Raum durchgeführt. Gemeinsam inszenieren sie Begegnungen, regen zur Umgestaltung des Lebens im Bezirk an und durchbrechen kreativ den Alltag im Wuppertaler Quartier.

Ein Mann hält eine Fackel in der Hand, er nimmt an einem Fackellaufteil. Neben ihm steht ein Mann mit einem Megaphon
Fackellauf © Die Wüste lebt!