Das Projekt XB-Lab von der Gesellschaft für Humanistische Fotografie lädt Quartiersbewohner*innen ein, über ihren Bezirk nachzudenken und über ihn zu berichten. Dabei rücken vor allem Menschen in den Blickpunkt, die mit dem Quartier schon viele Jahre verwachsen sind, seine Entwicklungen miterlebt haben und deren Alltag dadurch beeinflusst wurde. Echte „Originale“ eben.

Der Kreuzberger Bezirk SO36 hat Geschichte: einst war er von Verfall gezeichnet, wurde geprägt durch die Hausbesetzer*innenszene, den Mauerbau und schließlich –fall, und wurde zum touristischen Ausflugsziel. Wie haben die Anwohner*innen diese enormen Veränderungen erlebt? Wie hat sich ihr Leben gemeinsam mit dem Kiez verändert? Was bewerten sie positiv, über welche politische Entscheidung sind sie verärgert? Sie berichten über „1.-Mai-Demo-Tourismus“, ihre Sorgen um Drogenabhängige und warum sie trotz aller Probleme diesen Kiez niemals verlassen möchten.

Mit Hilfe einer Journalistin werden die Geschichten der Anwohner*innen aufgezeichnet und zu einem kurzen Film geschnitten. Alle Filme ergeben zusammen ein komplexes Bild des Quartiers, der Vielfalt seiner der Anwohner*innenschaft, deren Erlebnissen, Gefühlen und Meinungen.

Hier geht’s zu den Filmen

Was trotz oder gerade wegen der ganzen Hygiene- und Sicherheitsvorschriften in Zeiten von Corona möglich ist, zeigt unser Projekt LIGHT UP! Neunkirchen des Kutscherhaus-Vereins aus dem Saarland. Innerhalb weniger Tage stellten sie ein komplett neues Online-Angebot auf die Beine, das nunmehr, nach zwei Monaten Kontaktsperre, gut gefüllt ist. Ob Gute-Nacht-Geschichten für die Kleinen oder Musik und Tanz für die Großen: hier ist für jeden etwas dabei. Das Besondere: Viele Beiträge stehen zusätzlich auf Arabisch zur Verfügung. Doch auf dem YouTube-Kanal des Kutscherhauses könnt ihr nicht nur schöne Kunst genießen, ihr könnt auch aktiv mitmachen: neben Gesangs-Workshops und Workouts der ganz besonderen Art findet ihr hier auch den Bastel-Kanal „Shaymaa, Tuka, Joud & DU! – nie wieder Langeweile“, der von drei syrischen Mädchen geleitet wird.

Mehr Informationen zur digitalen und kontaktlosen Kulturarbeit des Kutscherhauses findet ihr in dem Artikel „Unsere Zeit besteht aus Gold“ der Saarbrücker Zeitung, den ihr HIER nachlesen könnt.