Unter dem Titel „WeltWissenGlaubenReligion“ eröffnet unser Magdeburger Projekt Auf die Plätze…! eine spannende Ausstellung über Weltreligionen. Mit Schautafeln und unterschiedlichen Exponaten zum Anfassen gibt die Ausstellung einen Überblick darüber, woran Menschen glauben, wie sie ihren Gauben praktizieren und die Ursprünge der unterschiedlichen Religionen.

Ein buntes Rahmenprogramm aus Vorträgen, Diskussionsrunden und Konzerten, sowie Führungen durch die Ausstellung laden zum Fragenstellen, Begegnen und Austauschen ein. Ob Schulklassen, Familien oder Interessierte – die Anwohner*innen des Quartiers und darüber hinaus können so mehr über die Vielfalt ihrer Nachbarschaft erfahren und das anliegende Gemeindehaus wird zum kulturellen Treffpunkt.

Die Ausstellung und das Rahmenprogramm laufen noch bis 20. Februar und sind kostenlos.

 

Klirrende Kälte und Lockdown – klingt nach viel Zeit zum Lesen! Neben unseren anderen Lesetipps in der letzten Zeit können wir euch die neue Ausgabe von „Politik & Kultur“, der Zeitung des Deutschen Kulturrates, ans Herz legen. Schwerpunktthema ist dieses mal: „Stadtkultur: Polis bis Megacitiy – Wo kommen wir her, wo wollen wir hin?“. Neben inklusiven und partizipativen Gestaltungsmöglichkeiten geht es um sozialwissenschaftliche und künstlerische Stadtforschung, Urbane Kunst, Dritte Orte, die Folgen der Corona-Pandemie für Städte – und vieles mehr. Die komplette Ausgabe könnt ihr HIER nachlesen, das Schwerpunktthema findet ihr auf den Seiten 23 bis 42.

 

Ein außergewöhnliches Jahr geht zu Ende.

Manche von uns haben dieses Jahr als ein pausenloses empfunden, eines ohne Innehalten, ein schlafloses, in dem Telefone nicht mehr stillstanden, in dem um Gelder und um Relevanz gerungen wurde; eines, in dem die Zeit viel zu schnell durch das Stundenglas rann. Andere waren im Gegenteil einer ungewollten Stille, einem Warten und einem Haltmachen ausgesetzt. Wir alle mussten und müssen immer noch geschlossene Türen, gefallene Vorhänge, ausgeknipste Scheinwerfer, und ausgesteckte Verstärker ertragen, mussten Künstler*innen vertrösten und um Ausfallgagen kämpfen. Deshalb möchten wir euch keine stille, stumme und ruhige Zeit wünschen.

Wir wünschen euch und uns allen von ganzem Herzen ein lautes, ein buntes, ein fröhliches NEUES JAHR! Wir wünschen euch Energie zum Weitermachen und eine tosende Resonanz, die zeigt, dass Kunst und Kultur lebensrelevant sind. Dafür werden wir uns auch im neuen Jahr mit all unserer Kraft und unseren Mitteln einsetzen!

Wir danken euch allen für die Erfahrung, dass physische Distanz keine soziale und keine emotionale bedeuten muss. Wir danken euch für euer Durchhalten, eure Umsicht, eure Rücksicht und ganz herzlich für eure Unterstützung.

Außerdem bedanken wir uns bei allen UTOPOLIS-Akteuren für die schöne und produktive Zusammenarbeit – und freuen uns auf weitere spannende, kreative und partizipative Aktionen im neuen Jahr!

Wer ist das System? Was kann weg? Was soll sich verändern? Was darf Kunst?

Diese und noch mehr Fragen stellte unser Wuppertaler Projekt „Die Wüste lebt“ der Färberei e.V. im Rahmen einer Intervention. Die Mobile Oase aus dem Osten begab sich auf die Suche nach der Systemrelevanz des Westens. Bei dieser Aktion zog die Karawane aus ihrem Projektgebiet Oberbarmen in den Wuppertaler Westen nach Elberfeld – für Wuppertaler ein großer Schritt…

Sehenswert!

Den YouTube-Kanal der Oase Oberbarmen mit noch mehr Videos findet ihr HIER.

Die migrationsbedingte Vielfalt in den europäischen Städten ist eine Realität, jedoch ist diese im Kultursektor in den meisten Städten bis dato noch nicht anerkannt. Künstlerische Produktionen, die bisher zumeist unter „Interkulturalität“ zusammengefasst sind und sich oftmals mit Themen rund um Sprache, Identität oder Migration befassen, werden bisher nicht als Teil des regulären Kulturbetriebs wahrgenommen, sondern als Parallel- oder Migrationsprogramme. Die Trennung zwischen Migration und Kunst/Kultur ist eine künstliche Trennung. Öffentlich finanzierte Kulturinstitutionen – soziokulturelle wie große Hochdotierte – werden sich zunehmend mit der Frage auseinandersetzen müssen, was sie als Orte der sozialen Reflexion in Migrationsgesellschaften erreichen können und sollen. Welche Verantwortung sie für die Gesellschaft und die Bevölkerung tragen. Die wesentliche Frage, die auch die konzeptionelle Grundlage der Brunnenpassage in Wien ist, lautet: Wie können wir (institutionalisierte) Kunstpraktiken etablieren, die für die gesamte Bevölkerung relevant sind und damit langfristig ein kollektives Zusammenleben abseits von Herkunft und sozialer Klasse ermöglichen?

Der ArtSocialSpace Brunnenpassage in Wien ist seit 2007 Labor transkultureller Kunst. In der ehemaligen Markthalle am Wiener Brunnenmarkt finden jährlich über 400 Veranstaltungen statt. Das transdisziplinäre Programm reicht von Theater und Tanz über Musikformate bis hin zu Ausstellungen und Film. Die Produktionen der Brunnenpassage nehmen die Gesellschaft in ihrer gesamten Vielheit zum Ausgangspunkt des künstlerischen Schaffens. Die Kunstproduktionen entstehen in Ko-Kreation zwischen professionellen Künstler*innen und Menschen aus der Zivilgesellschaft, sie fördern Begegnung auf Augenhöhe. Das Bekenntnis zu Diversität auf allen Produktionsebenen ist grundlegend. Ziel ist künstlerisch transkulturell, transdisziplinär, mehrsprachig, multi-perspektivisch und intergenerational zu agieren. Künstlerische Qualität und gesellschaftspolitische Ziele werden verbunden, um neue kollektive Räume für ein heterogenes Publikum zu schaffen und neue ästhetische Erfahrungen zu ermöglichen.

Die Brunnenpassage beschäftigt sich konzeptuell mit der Frage, wie Kunst für möglichst breite Teile der Bevölkerung interessant sein kann, und begreift Kunstprozesse als Tool für sozialen Wandel. Die Brunnenpassage ist ein lernender Raum, Reflexion und Wissenstransfer sind Teil der alltäglichen Praxis, um die gewonnen Erkenntnisse anderen Akteur*innen zur Verfügung zu stellen. Mehrjährige Kooperationen mit etablierten Kulturinstitutionen der Wiener Innenstadt sind Teil des künstlerischen Kernkonzepts. Oft profitieren die sogenannten Kulturtanker von der transkulturellen Kompetenz und urbanen Verankerung der Brunnenpassage – umgekehrt werden in der Zusammenarbeit neue Räume und Bühnen in der Innenstadt erschlossen.

Mehr über die ArtSocialSpace Brunnenpassage ist zu finden unter:

https://www.brunnenpassage.at/home/

Einen Einblick in das Berliner UTOPOLIS-Projekt „XB-LAB“ und in das Quartier rund um das Kottbusser Tor könnt ihr Anfang September beim mobilen FOTO STUDIO erhalten. Hier ist eure Meinung rund um Kunst und Kultur im Kiez gefragt: Was gefällt euch, was nicht? Was vermisst ihr? Und, vor allen Dingen: Was können wir wie gemeinsam verändern? Eure Ideen werden mit einem professionellen Porträtfoto visualisiert und im Viertel platziert.

Neugierig geworden? Auf nach Kreuzberg!

Datum: 06.09.2019, 14 – 18 Uhr
Ort: degewo – Hof Eingang Waldemarstr. 62/64 oder Naunynstr. 22-24

 
 
 
 
 
 

Vom 4. bis zum 6. Juli 2019 findet in Kiel die erste Baltic UrbCultualPlanning Konferenz statt: Urban Transformation through Art and Culture. Wie können künstlerische und kulturelle Aktionen die urbane Transformation bereichern? Darum geht es auf der dreitägigen Konferenz mit zahlreichen Vorträgen, Podiumsrunden und Diskussionen. Die Teilnehmer*innen haben die Möglichkeit, sich über die kulturellen Potenziale für den öffentlichen Raum bzw. zur Transformation von Stadträumen auszutauschen. Außerdem ermöglichen es die zusätzlichen Workshops und Stadtrundgänge, sich praktisch mit dem Thema auseinanderzusetzen.

Teilnehmer*innen: Charles Landry (UK), Solvita Krese (LV), Markus Baader (DE), Tina Saaby (DK), Daniel Gad (DE), Lisbeth Lindeborg (SWE/DE), Franco Bianchini (UK), Jadwiga Charynska (PL), Sacha Kagan (DE), Jekaterina Lavrinec (LT), Peter Wolkowinski (PL), Lia Ghilardi (UK), Davide Brocchi (DE), Guntars Ruskuls (LV), Joachim Krausse (DE), Mary Copple (UK), Trevor Davies (DK), Virginija Vitkienė (LT), Urban Catalyst (DE), Bureau Detours (DK), Raumlabor (DE), Free Riga (LV), Rimini Protokoll (DE) und viele weitere.

Mehr Informationen und das Programm der Veranstaltung finden Sie auf der Internetseite www.cultural-planning-kiel.de, und eine Anmeldung für die Konferenz-Teilnahme ab sofort möglich.

Information: Andrea Cederquist, Heinrich-Böll-Stiftung SH, Tel: 0431.90 66-132, E-Mail: cederquist@boell-sh.de