Ein herausforderndes Jahr ist zu Ende gegangen und den unermüdlichen Akteur*innen in der Soziokultur gebührt ein riesengroßer Dank für ihre wertvolle, oftmals ehrenamtlich geleistete Arbeit!

Trotz anhaltender Belastung durch die Pandemie habt Ihr Euch seit Februar für die Ukraine eingesetzt, habt Hilfstransporte mitorganisiert, Geflüchtete willkommen geheißen und sie in Eure Arbeit integriert. Ein weiteres Jahr habt Ihr Euch engagiert, um einem verunsicherten und kulturentwöhnten Publikum ein sicheres und spannendes Angebot zu bieten, habt Miteinander, Begegnung und kulturellen Genuss ermöglicht. Auch das drängende Thema Nachhaltigkeit habt Ihr nicht aus dem Blick verloren. Unsere Umfrage „Das braucht’s! Nachhaltige Entwicklung in der Soziokultur“ hat eindrücklich gezeigt: Wo es Euch möglich ist, habt Ihr bereits Maßnahmen ergriffen, um soziokulturelle Einrichtungen als Orte des Austauschs und der Begegnung zukunftsfähig zu gestalten. Offen und mutig habt Ihr Euch in spannende, oftmals nicht einfache Transformations- und Change-Prozesse begeben.

Ihr seid großartig!

Vieles konnte mit Hilfe der NEUSTART KULTUR-Förderung der Beauftragten des Bundes für Kultur und Medien umgesetzt werden. Unser großer Dank gilt daher auch der Kulturstaatsministerin und den beteiligten, stets auf das Förderziel fokussierten Mitarbeitenden in den Referaten. Wir freuen uns auf eine weiterhin so produktive Zusammenarbeit im Jahr 2023!

Der Bundesverband Soziokultur wird sich auch 2023 dafür einsetzen, die Rahmenbedingungen für die unschätzbare Arbeit in der Soziokultur zu verbessern und zu sichern. Dabei werden wir uns im nächsten Jahr weiterhin schwerpunktmäßig dem Thema Nachhaltigkeit und Zukunftsfähigkeit widmen und natürlich auch die notwendigen kulturpolitischen Maßnahmen in Folge der Energiekrise verfolgen. Stabile Vernetzung und fachlicher Austausch mit weiteren Fachverbänden werden uns dabei unterstützen und stärken.

Das Thema Energie wird in seiner ökologischen und sozialen Dimension auch der Schwerpunkt der nächsten Ausgabe des Magazins „SOZIOkultur“ sein, das im nächsten Monat erscheinen wird. Der sparsame und achtsame Einsatz von Ressourcen ist nicht nur in den soziokulturellen Einrichtungen eine oberste Priorität, sondern sollte es auch bei Akteur*innen sein. Die zurückliegende UTOPOLIS-Konferenz steuert viele Themen dazu bei.

Der Bundesverband Soziokultur wünscht allen Leserinnen und Lesern unseres Blogs ein frohes, energiereiches und vor allem gesundes Neues Jahr!

Die Soziokultur erfindet sich immer wieder neu. Newcomer gründen selbst oder übernehmen Häuser und Strukturen, füllen sie aus mit neuen Ideen, Meinungen und Herangehensweisen. Das geht manchmal nicht ohne Reibung vonstatten, aber immer konstruktiv, produktiv und wertschätzend. Die neue Ausgabe der SOZIOkultur nimmt diesen Wandel aus unterschiedlichen Perspektiven in den Blick.

Erfahrt mehr über die Praxis neuer soziokultureller Orte, die Grenzen ehrenamtlicher Strukturen, Veränderungsprozesse und den Neuanfang von bereits etablierten soziokultrellen Zentren.

Die aktuelle Ausgabe findet hier kostenlos zum Download.
Und wer darüber hinaus stöbern möchte findet hier auch die Online-Versionen der vergangenen Ausgaben

Soziokulturelle Zentren und Initiativen in Deutschland bereiten sich auf Geflüchtete aus der Ukraine vor. Der Bundesverband Soziokultur unterstützt die Netzwerk- und Spendeninitiative von MitOst e.V.

Wie unfassbar mutig eine starke Zivilgesellschaft sein kann und wie grausam und rückwärtsgewandt ihr Fehlen, sehen wir fassungslos seit dem 24. Februar in der Ukraine und Russland. Menschen kämpfen um den Preis ihres Lebens für Freiheit und Demokratie – und das in Europa, von dem wir dachten, es sei einen entschiedenen Schritt weiter, freier, sicherer.

Wir sind geschockt und betroffen über die Verbrechen, die in der Ukraine geschehen und verurteilen den Angriffskrieg Wladimir Putins aufs Schärfste wie auch die Repressionen gegen das Aufbegehren der Zivilgesellschaft in Russland selbst.

Die Aktivierung und Stärkung der Zivilgesellschaft durch kulturelle Teilhabe ist das erklärte Ziel der Soziokultur in Deutschland. Derzeit finden bundesweit zahlreiche kulturelle Aktionen zur Solidaritätsbekundung und Spendensammlung statt. Vor allem bereiten sich die soziokulturellen Zentren und Initiativen mit ihrer langjährigen Erfahrung im Aufbau einer Willkommenskultur auf die Ankunft der geflüchteten Ukrainer*innen vor. Die Türen sind geöffnet für die Phase der Ankunft, der Orientierung, sie werden Orte des Austauschs und der nötigsten Bedarfe sein, der Kinderbetreuung und Sprachkurse. Sie werden eine Verbindung zur Nachbarschaft herstellen und gemeinsam ein Zusammenleben gestalten.

Soziokultur ist aktive Zusammenarbeit, Kooperation und Netzwerk. Deshalb möchten wir an dieser Stelle auf eine wichtige Initiative aus unserem Partnernetzwerk aufmerksam machen:

MitOst e.V. koordiniert die gemeinsamen Bemühungen zivilgesellschaftlicher Organisationen vor Ort, um die Sicherheit der Menschen, den Schutz, die Evakuierung und die Bereitstellung von Notunterkünften direkt zu unterstützen. Dazu gehören die Überbrückung von Kommunikationswegen, die Lenkung finanzieller Unterstützung, Bedarfsanalysen und die Verknüpfung von Netzwerken und Hilfsangeboten.

MitOst ist seit über zwei Jahrzehnten in der Ukraine aktiv und Teil eines starken, dezentralen Netzwerks unabhängiger Initiativen, engagierter Fachleute und sektorübergreifender Akteur*innen, die in den Bereichen Demokratie und Menschenrechte, Kunst und Kultur, kulturelle Bildung und Medien tätig sind. Derzeit sind über 80 Organisationen und 400 Einzelpersonen in diesem Netzwerk aktiv.

Durch Vernetzung und Spenden kann das Projekt unterstützt werden: https://www.mitost.org/ukraine/

Ebenso sei auf das Netzwerk elinor verwiesen, das über eine einfache Registrierung Übernachtungsplätze für Geflüchtete aus der Ukraine koordiniert und vermittelt: https://elinor.network/gastfreundschaft-ukraine/

Vielen Dank für Ihre und Eure Unterstützung!

Susann Köbernick, Leiterin unseres Projekt kultur.lokal.machen in Lübbenau, und Andreas Kämpf, Geschäftsführer des Kulturzentrums GEMS in Singen und Mitglied des Vorstands des Bundesverbands Soziokultur, plaudern in der neuen Ausgabe der SOZIOkultur darüber, was Soziokultur für sie bedeutet.

Was treibt sie an, wie sind sie zur Soziokultur gekommen, was hält sie dort und was hat sich im Lauf der Jahre verändert? Dabei gibt es auch ganz private Einblicke in Lebensläufe und Erfahrungen aus der soziokulturellen Praxis, die sie besonders berühren.

Diesen und viele weitere lesenswerte Artikel findet ihr in der neuen SOZIOkultur zum Thema „Neue Formate“!

Live-Musikspielstätten und soziokulturelle Einrichtungen sind ein integraler Bestandteil des kulturellen Lebens in Städten und Gemeinden. Als wichtige Experimentier-, Bildungs-und Begegnungsräume in der Gemeinde sind sie ein elementarer Bestandteil gesellschaftlichen Lebens. In den wachsenden, sich zunehmend verdichteten Ballungsräumen führt die heranrückende Wohnbebauung zunehmend zu Konflikten, die letztendlich zwischen den Betreibern der Musikspielstätten und soziokulturellen Einrichtungen und den Anwohnern ausgetragen werden.

Die Bundesstiftung Baukultur, der Bundesverband deutscher Wohnungs-und Immobilienunternehmen (GdW), der LiveMusikKommission Verband der Musikspielstätten in Deutschland e.V. und der Bundesverband Soziokultur e.V. haben in einem gemeinsamen Positionspapier Handlungsempfehlungen formuliert – mit dem Ziel, die rechtlichen Rahmenbedingungen dahingehend zu verändern, dass sowohl die Interessen der Betreiber der Kultureinrichtungen als auch die der Anwohnerinnen und Anwohner angemessen berücksichtigt werden.

Das vollständige Positionspapier findet ihr HIER, die vollständige Pressemitteilung könnt ihr HIER nachlesen.