Kontaktdinner

Nachbar*innen mal anders kennenlernen bei leckerem Essen und Kerzenschein

Klassisches Dinner mal anders: Das Kontaktdinner ist ein mehrgängiges, kostenloses Essen für Nachbar*innen, das die Gäste durch künstlerische und gestalterische Eingriffe zum gegenseitigen Kennenlernen anregt. Es findet im öffentlichen Raum statt – so kann jede*r teilnehmen. Ein ausgewähltes Menü, schöne Blumen, Kerzen und Lichterketten sorgen für eine wohlige Atmosphäre, in der man seinen Nachbar*innen auf andere Art und Weise begegnen kann.

Den Gästen wird per Zufallsprinzip ein Sitzplatz zugeteilt. Die Tische sind extra schmal, so dass die Gäste näher beieinander sitzen. Karten, auf denen zum Beispiel gefragt wird, was man einem Nachbarn leihen könnte, ermöglichen ein längerfristiges Knüpfen von Kontakten – auch über das Dinner hinaus. Die Interventionen sind als kommunikationsstiftende Herausforderung konzipiert. Die Aufgaben fordern immer wieder Zusammenarbeit, durch die beispielsweise die größte Portion Gries ergattert werden kann. Eine ganz besondere Verbindung zwischen den Nachbar*innen kann durch gegenseitiges Füttern entstehen: Man lernt, sich aufeinander einzulassen und sich gegenseitig zu vertrauen.

Elemente

Ziele

Durch kulinarische Genüsse mit künstlerischen Anstößen Nachbar*innen neue Begegnungsmöglichkeiten bieten. | 4-Gänge-Menü + Stimmungsshots im öffentlichen Raum = Nachbarschaft stärken

Durch kulinarische Genüsse mit künstlerischen Anstößen Nachbar*innen neue Begegnungsmöglichkeiten bieten. | 4-Gänge-Menü + Stimmungsshots im öffentlichen Raum = Nachbarschaft stärken

Team

Mindestens zwei kontaktfreudige, offene Menschen, die gerne Essen zubereiten, plus Helfer*innen, die beim Servieren, Aufbau, Abbau und Abwasch unterstützen und eine Person, die den Abend moderiert.

Mindestens zwei kontaktfreudige, offene Menschen, die gerne Essen zubereiten, plus Helfer*innen, die beim Servieren, Aufbau, Abbau und Abwasch unterstützen und eine Person, die den Abend moderiert.

Ort

Zentraler, stark Fußgänger*innen frequentierter Leerstand indoor, Stadtteilbegegnungsplätze outdoor. Im Außenbereich sollte es eine Toilettenoption geben. Es ist von Vorteil, wenn es Zugang zu (Warm-)Wasser gibt.

Zentraler, stark Fußgänger*innen frequentierter Leerstand indoor, Stadtteilbegegnungsplätze outdoor. Im Außenbereich sollte es eine Toilettenoption geben. Es ist von Vorteil, wenn es Zugang zu (Warm-)Wasser gibt.

Hardware

Menüzutaten, ggf. (Miet-)Auto/Lastenrad, Stühle, Tische, je nach Intervention Klebepunkte, Stifte und andere Requisiten, Geschirr und Besteck, Tischdecken, Blumen, Platzkarten, Schürzen, Handschuhe, Shotgläser, Tablette, Handwaschtücher, Kochplatten, Kühlschrank.

Menüzutaten, ggf. (Miet-)Auto/Lastenrad, Stühle, Tische, je nach Intervention Klebepunkte, Stifte und andere Requisiten, Geschirr und Besteck, Tischdecken, Blumen, Platzkarten, Schürzen, Handschuhe, Shotgläser, Tablette, Handwaschtücher, Kochplatten, Kühlschrank.

Budget

Je nach Speisen- und Getränkeangebot und erwarteten Gästen, Interventionen und Leihgebühren von Tischen und Stühlen zwischen 150 und 400 Euro plus ggf. Honorare oder Aufwandsentschädigungen für Team und Helfer*innen.

Je nach Speisen- und Getränkeangebot und erwarteten Gästen, Interventionen und Leihgebühren von Tischen und Stühlen zwischen 150 und 400 Euro plus ggf. Honorare oder Aufwandsentschädigungen für Team und Helfer*innen.

Tipps

1. Nutzungserlaubnis für Außenbereich

Im Außenbereich muss (mind. 3 Wochen vorher) ggf. eine Nutzungserlaubnis vom Ordnungsamt eingeholt werden, „Veranstaltungen unter freiem Himmel“ als formloser Antrag mit Angaben zu der Veranstaltung: Dauer, Ort, Programm, Aufbauplan, Teilnehmerliste, erwartete Besucherzahl etc.

2. Lebensmittel retten

Versucht, mit lokalem Foodsharing oder ähnlichen Initiativen zusammenzuarbeiten, um Kosten zu sparen und gerettete Lebensmittel zu verwenden. Auch kann bei Nachbarschaftsgärten oder Gemüseanbaukollektiven nach überschüssigen Kräutern, Gemüse und Obst gefragt werden.

3. Kosten sparen

Kirchliche Gemeinden, Schulen und Stadtteilgemeinschaftsräume haben oft Großküchen, aus denen man sich Geschirr und Besteck leihen kann.

4. Vegan kochen

Das Menü muss nicht kompliziert sein oder teure Zutaten haben, es geht eher darum, interessant und liebevoll anzurichten. Es ist von Vorteil, vegetarisch oder vegan zu kochen, um niemanden auszuschließen.

5. Weitere Anregungen

Weitere Tipps und Anregungen findet ihr in der Publikation „Du bist herzlich willkommen / you are most welcome“, Kontaktlabor – Gestaltung temporärer Räume zur Vernetzung und Stärkung von Nachbarschaft, Diplomarbeit von Sarah Metz, Studiengang Produktdesign, Kunsthochschule Kassel, 2019 – bei Interesse bitte anfragen unter unten stehendem Kontakt.

Kontakt

SARAH METZ

Diplom-Produktdesignerin mehr erfahren >>> schließen <<<<

Sarah Metz ist Diplom-Produktdesignerin und arbeitet an der Schnittstelle von partizipativer Kunst und sozialem Design. Mit performativen Aktionen, kulinarischen Impulsen und niedrigschwelligen Befragungsformaten versucht sie, Nachbarschaften zu stärken und gegen Einsamkeit und Anonymität vorzugehen. Dabei ist es ihr wichtig, in Bezug auf die Menschen vor Ort zu arbeiten, Expert*innen miteinzubeziehen und einfache Zugänge zum Mitmachen zu schaffen.