Seedbombs und Samentütchen kann man fertig kaufen, aber Selbermachen macht viel mehr Spaß und ist kinderleicht! Der Begriff Seedbombs stammt aus dem Guerilla Gardening, gemeint ist damit eine Erdkugel mit Blumensamen, mit der jede*r an dem Guerillakamp für eine bunt blühende und insektenfreundliche Natur teilnehmen kann. Als matschfreie Alternative könnt ihr Samentütchen basteln.
Für die Seedbombs solltet ihr die Erde zuerst durch sieben und dann mit den Samen und der Heilerde mischen, auf 100g Samen kommen 400g Pflanzenerde und 400g Heilerde, die Menge könnt ihr je nach Teilnehmerzahl anpassen. Jetzt ganz wenig Wasser hinzugeben und das Gemisch kneten, es sollte etwa eine Konsistenz wie Kuchenteig haben. Die Kugeln sind nach ca 3 Tagen durchgetrocknet und können geworfen werden.
Für die Samentütchen haben wir eine Bastelanleitung erstellt, so könnt ihr einfach aus alten Zeitungen die Tütchen falten und mit der Samenmischung befüllen.

Mit einem appbasierten Actionbound können Kinder, Jugendliche, oder auch Erwachsene spielerisch das Quartier erkunden. Durch eine Vielzahl an Möglichkeiten wie kleine Aufgaben, Foto-Challenges, Countdowns, Umfragen oder Quizfragen wird die Tour unterhaltsam und kurzweilig. Durch ein Punktesystem entsteht ein Anreiz die Aufgaben gut zu lösen, sogar Turniere sind möglich. So können spielerisch Inhalte vermittelt werden und es macht richtig Spaß auf Erkundungstour zu gehen.
Man braucht dazu ein GPS-fähiges Smartphone, die kostenlose „Actionbound“-App und kreative Ideen. In dem intuitiv zu bedienenden Bound-Creator auf der Website kann man die interaktive Ralley erstellen, eine Route festlegen, Quizfragen und Rätsel einfügen. Du bekommst nach der Veröffentlichung einen Link zum Teilen und einen QR-Code, mit dessen Hilfe die Teilnehmenden zum Bound gelangen.

Das Projekt „Stadtteilmöbel“ macht Teilnehmer*innen zu Akteuren und schafft neue Orte und kulturellen Raum. Möbel werden selbst gebaut und Handwerk erlebt. Unter dem Motto: Einfach machen! bietet der Workshop für Kinder und Jugendliche, Menschen mit und ohne handwerkliche Erfahrung einen Gegenpol zur schnellen, digitalen Welt. Mit den Händen arbeiten, etwas entstehen lassen, Schritt für Schritt vom sichtbaren Erfolg motiviert werden. Am Ende eines Tages haben die Teilnehmer*innen etwas Eigenes erschaffen, ganz individuell und dauerhaft.
Entstanden sind Stadtteilmöbel zum Anfassen und Benutzen, etwas für die Allgemeinheit, für die öffentlichen Plätze ihrer Stadt.
Der öffentliche Raum wird neu in den Fokus gerückt und genutzt. Die neuen Orte laden zum Verweilen, Austauschen, Lümmeln und Nachdenken ein. Der Ort erhält eine neue Identität und jeder kann sitzend, liegend oder lümmelnd daran teilhaben.

Das Wichtigste am Gaffiti-Jam ist eine Wand, die nicht nur an Aktionstagen besprayt werden darf, sondern allen Jugendlichen der Stadt als freie Graffiti-Wall in Selbstverwaltung zur Verfügung steht. Das kann beispielsweise eine Turnhallenwand oder die Wand eines Fahrradhäuschens sein. Zielgruppe sind Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, die eine neue kreative Beschäftigung ohne Kursbindung suchen oder bereits Erfahrung haben und ihre Skills im Austausch mit den Coaches verbessern wollten. Die Einweihung der Wand findet im Rahmen einer Feier mit DJ und Rapper*innen als GRAFFITI JAM statt. Die Aktion erweckt viel Aufmerksamkeit im Quartier und lockt somit auch mögliche neue Kooperationspartner*innen an.

Singfreudige Anwohner*innen des Stadtteils finden sich zusammen zu einem Chor. Sie singen auf öffentlichen Plätzen im Quartier bekannte Lieder auf unterschiedlichen Sprachen. Der Gesang und die Liederauswahl sprechen viele unterschiedliche Menschen an und bringt sie durch die Musik zusammen. Singende und Passanten kommen ins Gespräch und spontanes Mitsingen ist ausdrücklich erwünscht.

Byzantic-Mosaiksteine sind leicht und universell einsetzbar. Sie bestehen aus einem Spezialton und können deshalb mit einer normalen Haushaltsschere und Kleber auf unterschiedlichem Material verarbeitet werden. Das macht sie auch für Ungeübte gut anwendbar, denn im Gegensatz zu herkömmlichen Mosaik-Steinen benötigt man weder Spezialwerkzeug noch Vorkenntnisse

Der Workshop ist in zwei Einheiten unterteilt: In der ersten Einheit erfolgt der Einstieg ins Thema über Theaterpädagogische Spiele (s. „Weitere Artikel“). In der zweiten Einheit erstellen die Teilnehmer*innen Druckvorlagen für Aufkleber in ihrer Lieblingssprache. Hierfür können Statements und Lieblingswörter benutzt und in verschiedenen Sprachen übersetzt werden. Ein*e Grafiker*in unterstützt die Teilnehmer*innen dabei, den Druckvorlagen den letzten Schliff zu geben. Sobald die Aufkleber fertig sind, rundet eine Stadtteilbegehung mit Stickeraktion den Workshop ab.

Das Tool besteht aus verschiedenen Schritten:

 

  1. Infos und Erläuterungen zu Linoldruck: insbesondere zu Positiv- und Negativ-Relief, den Möglichkeiten bzw. Grenzen und Herausforderungen von bildnerischen Feinheiten.
  2. Entwurfsarbeit: Bei guten Zeichner*innen kann der Entwurf direkt auf der Platte erarbeitet werden. Ansonsten ist die erste Entwurfsarbeit auf postkartengroßem Papier empfehlenswert. In beiden Fällen ist der vorherige Hinweis auf die Tatsache des seitenverkehrten Drucks wichtig. Insbesondere Schrift muss spiegelverkehrt erfolgen.
  3. Nur bei Entwurfsarbeit auf Papier: Zeichnerisches Übertragen des Entwurfs auf die Linolplatte. Entweder nochmals zeichnen oder mit Paus-/Transfer-Papier (rückseitig, weil seitenverkehrt, damit der Druck wieder die Originalausrichtung aufweist).
  4. Schnitzen der Linolplatte: Sehr empfehlenswert ist die Nutzung von entsprechenden Sicherheitsarbeitbrettern, bei uns ein Muss der Lederhandschuh an der Festhalte-Hand (nicht an der Schnitzhand). Bei diesem Schritt gilt es, den Entwurf – wahlweise negativ, positiv oder kombiniert – auszustechen / zu schnitzen.
  5. Einfärben der Linoldruckplatte: Die Farbe wird gleichmäßig mit der Walze auf die Linolplatte aufgetragen. Zu Beginn empfiehlt sich der Einfarbendruck. Hierfür gibt es zwei Ansätze: entweder die Auswahl einer Farbe aus mehreren auf z.B. weiße Karten, oder aber eine einzig verfügbare Farbe (bei uns meist schwarz) auf einer Auswahl an bunten Karten.
  6. Der Druck: Druckplatte mit Bild nach oben auf Druckpresse legen, leere Postkarte darauf platzieren, Schutzpapier und Filzstoff darüber und am Rad drehen. (Ist keine Druckpresse vorhanden, mit Walzen oder Handreiber einen festen Druck auf das Papier ausüben.)
  7. Karte entnehmen und trocknen lassen!

 

Fotos © transcultur e.V.