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Meloakustika lud Menschen ein, ohne eigenes Instrument oder Vorkenntnisse nach Gehör und dem Prinzip »Each one teach one« alle möglichen Streich- und Zupfinstrumente zu lernen. Aus der Zusammenarbeit mit einem Musikpädagogen entwickelte sich ein Ensemble aus Laienmusiker*innen und professionellen Musiker*innen aller Alters- und Gesellschaftsschichten, viele von ihnen ohne jegliche musikalische Vorbildung. Das Mehrgenerationen-Projekt fasste eine Altersspanne von 8 bis 80 Jahren um.

Statt um die Erreichung virtuoser Könnerschaft — die oft bei Musikensembles vorausgesetzt wird — ging es hier um intuitives Lernen, Freude am gemeinsamen Musizieren und die Entwicklung einer temporären Gemeinschaft in der jede*r einen Platz finden konnte. Noten lesen, Vorkenntnisse oder der Besitz eines eigenen Instruments waren keine Voraussetzung. Dieser niedrigschwellige Zugang ermöglichte vielen Menschen die Teilhabe. Eine verbindliche Anmeldung oder regelmäßige Teilnahme war nicht nötig.

Das Format Meloakustika Unterwegs, das als Variante für die pandemische Lage entwickelt wurde, eröffnete Möglichkeiten, gemeinsam im Freien zu musizieren und dabei gleichzeitig neue Interessenten zu gewinnen. Während die Musiker*innen Orte wie den Quartiersplatz aufsuchten, um dort ein Konzert zu geben, wurden parallel Flyer an die Zuschauer*innen verteilt und die Menschen angesprochen und ermutigt, an dem Konzert teilzunehmen oder zukünftige Ensemble Treffen zu besuchen. Durch direkte Kontakte und eine mehrsprachige Ansprache (Bulgarisch, Türkisch, Englisch) konnten viele neue Teilnehmer*innen erreicht werden, darunter zum Teil auch diejenigen, die in der Regel schwer zu aktivieren sind.

Mit einem*r Gesangslehrer*in oder Chorleiter*in, einem Tanzpädagoge*in/Tänzer*innen und einem*r Schauspieler*in/Theaterpädagogen*in erarbeiten die Kinder und Jugendlichen bei wöchentlichen Proben Musical-Songs, um sie bei Festen, Veranstaltungen oder anderen Auftrittsmöglichkeiten vor Publikum zu präsentieren. Das Ensemble kann auch ein gesamtes Musical einstudieren und aufführen, wenn es entsprechend nachhaltig angelegt ist.

Die Kinder und Jugendlichen lernen verschiedene Disziplinen – Tanz, Gesang und Schauspiel – kennen und entwickeln sich hier weiter. Es wird nicht nur von den Coaches, sondern auch von den anderen Kindern und Jugendlichen gelernt. Neben Gesang, Tanz und Schauspiel lernen die Kinder und Jugendliche auch Soft Skills wie Verbindlichkeit, Regeln, Eigenverantwortung kennen, gleichzeitig wird durch Erfolge und Aufführungen vor Publikum das Selbstbewusstsein gestärkt. Darüber hinaus wird durch die wöchentlichen Proben und das gemeinsame Hinarbeiten auf ein Ziel die Gruppenbildung gestärkt und es bilden sich Freundschaften. Ist das Ensemble multikulturell aufgestellt und inklusiv lernen die Kinder und Jugendliche wie selbstverständlich andere Kulturen kennen und Toleranz und Respekt füreinander.

Für die Proben kann z.B. eine Turnhalle genutzt werden.

In der Rap Werkstatt können Jugendliche sich ausprobieren und mit ihrer Stimme experimentieren. Es ist ein offenes Angebot für junge Menschen aus dem Quartier, die einfach vorbeikommen und mitmachen können.

Die Rap Werkstatt bringt den persönlichen und individuellen Ausdruck von jungen Menschen in Schreibform. Ob Profi, Newcomer*in oder Freestyler*in – in der Rap Werkstatt können sich alle beim Open Mic ausprobieren und ein buntes Überraschungsprogramm gestalten sowie Feedback von der Gruppe bekommen.

Die selbstverfassten Texte werden einmal im Monat in einem professionellen Tonstudio produziert. Die nötige Technik für die eigene Musikproduktion wird bereitgestellt.

Außerdem können die Teilnehmenden ihre Songs bei verschiedenen Events vor Publikum live performen.

Das Upcycling von PET Flaschen zu Perkussionsinstrumenten, schafft bei Kindern, durch einen spielerischen Umgang, ein Bewusstsein für Nachhaltigkeit und geht gegen die Wegwerfgesellschaft an. In dem Workshop werden ausrangierte, gereinigte Cola Flaschen mit einem Fahrradventil, das durch den Deckel montiert wird, versehen. Der Deckel wird anschließend auf die Flasche geschraubt und diese mit einer Luftpumpe aufgepumpt. Je nachdem wie viel Luft in der Flasche ist, gibt sie einen anderen Ton, wenn man mit einem wattierten Schlegel darauf schlägt. Mit mehreren Kindern lassen sich auf den Flaschen Rhythmen einstudieren. Gestalterisch sind der Kreativität beim Einfärben der Flaschen keine Grenzen gesetzt.

 

“Wir kapern unsere Stadt” – Verkleidet euch als Piratinnen und Piraten, und posiert vor der Fotowall Eurer Stadt, nehmt Requisiten mit aufs Bild und lasst eurer Kreativität freien Lauf. Shanty-Chor buchen. Piratenhüte und Augenklappen basteln. Mitsingkonzert Seemannslieder.

Beim NaturschutzBUND Wassermobil buchen und unterm Mikroskop die Lebewesen Eures Gewässers vor Ort studieren. Piratenhüpfburg. Interkulturelles generationsübergreifendes Familien-Sommerfest.

Mit mobilen Szenenflächen/ Bühnen im Stadtteil erreicht man die Nachbarschaft ganz direkt. Es geht darum Kultur auf möglichst niedrigschwellige Weise zu den Menschen zu bringen, die im Kiez wohnen. Das lässt sich als mobile Szenefläche, gegebenenfalls mit Tanzboden, realisieren. So bietet sich beispielsweise für lokale Tanzgruppen oder interkulturelle Bands die Gelegenheit, dass sie ihr Publikum ganz gezielt vor Ort erreichen und im Quartier richtig für Stimmung sorgen.

 

Man nehme 3-4 Musiker*innen sowie 1-2 Sänger*innen und lädt alle interessierten und gesangsbegeistere Bürger*innen zum Mitsingkonzert ein. Thematisch entweder zu traditionellen Festen, wie Weihnachten oder völlig frei mit bekannten Schlagern und Popsongs. Um allen das Mitsingen zu ermöglichen, werden die Texte der Lieder entweder per Beamer für alle sichtbar projiziert oder ausgedruckt und ausgeteilt. Ob Indoor oder Outdoor, das Mitsing-Konzert kann überall stattfinden, wo eine kleine Bühne und die nötige Technik ist.

Beim gemeinsamen Singen werden Grenzen abgebaut und man kommt schnell und unkompliziert mit dem vielleicht noch fremden Sitznachbarn ins Gespräch. Um das Mitsingkonzert auch kulturübergreifend zu gestalten, hilft es Musiker mit unterschiedlicher ethnischer Herkunft mit an Bord zu haben, die auch Lieder aus dem eigenen Kulturkreis mitbringen und mit den Teilnehmer*innen erarbeiten.

Im Winter, wenn auf den Straßen und Plätzen des Viertels kaum jemand unterwegs ist und niemand sich länger aufhalten mag, wenn die Menschen sich zuhause in ihren Wohnungen aufhalten und kaum Begegnung im öffentlichen Raum stattfindet, wird eine Feuerschale draußen, unterm weiten Winterhimmel aufgestellt und ein loderndes Feuer entfacht.
Die Menschen, die sich so draußen versammeln, rücken zusammen in der Kälte, wärmen sich am Feuer, miteinander. Vielleicht wird auch ein fruchtiger Punsch angeboten.

Liedzettel sind vorbereitet mit einfachen, oft auswendig gewussten oder leicht zu wiederholenden Liedern der winterlichen Zeit. Der Gesang muss nicht professionell und geübt klingen. Es genügt oft, einfach ein Lied anzustimmen, dann fallen die Anderen ein oder summen dazu mit dem, was sie erinnern. Es können Abendlieder sein, Lieder, die aus verschiedenen Regionen dieser Welt stammen. Schön ist es, einen einfachen Kanon dabei zu haben. Vielleicht fällt auch jemandem ein ähnliches Lied ein, das er oder sie anstimmen mag. Gerade das macht dieses Singen charmant. Es geht um den verbindenden, wohligen Ton, der im Dunkeln gesungen, fast von allein Wärme erzeugt.

Der Straßenchor ist ein experimentelles Format zwischen Chor und Performance. Die Besonderheit besteht darin, dass man nach einer kurzen Phase des Einsingens durch das Viertel zieht und dort an verschiedenen (öffentliche) Plätzen singt. Es werden einfache Loopsongs und Kanons mit wenig Text einstudiert.

Der Straßenchor ist kein Auftrittschor, sondern ein Klanglabor im öffentlichen Raum; die Straße ist die Bühne. Orte und Plätze werden durch sitespezifische Aktionen neu perspektiviert und verwandelt. Es handelt sich um ein aufsuchendes Format, welches Menschen aller Nationen und Bildungsschichten anspricht. Musik verbindet und verzaubert: Es geht um Begegnung, Aktivierung und Gemeinschaft sowie die Verwandlung von Orten. Das Angebot findet einmal wöchentlich für ca. 2 Stunden statt.

Singfreudige Anwohner*innen des Stadtteils finden sich zusammen zu einem Chor. Sie singen auf öffentlichen Plätzen im Quartier bekannte Lieder auf unterschiedlichen Sprachen. Der Gesang und die Liederauswahl sprechen viele unterschiedliche Menschen an und bringt sie durch die Musik zusammen. Singende und Passanten kommen ins Gespräch und spontanes Mitsingen ist ausdrücklich erwünscht.