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Unter Anleitung einer erfahrenen Referentin trafen sich regelmäßig Hobbyfotograf*innen, um fotografisch den Stadtteil zu erkunden. Hierbei sammelten sie nicht nur Impressionen aus dem Kiez sondern konnten ihre fotografischen Fertigkeiten und Fähigkeiten erweitern. So wurden die Rundgänge u.a. immer mit einem Schwerpunkt versehen, z.B. Mikro oder Makrofotografie, Tiere, Schatten, Jahreszeiten, Weitwinkel, Farben, etc.

Die besten entstandenen Fotos wurden für den Stadtteilkalender ausgewählt, der alljährlich seit 2021 gemeinsam mit dem Bürgerverein Neustadt e.V. herausgegeben wird. Weiterhin wurden die schönsten Fotos von den Teilnehmer*innen ausgewählt und in einer Ausstellung im Stadtteil präsentiert.

Recherche: Zu einem bestimmten (politischen) Thema werden Fotos z.B. auf Instagram/Facebook  und im direkten Umfeld recherchiert. Entsprechende Urheber*innen werden kontaktiert und angefragt, ob ihr Foto in einer Ausstellung gezeigt werden darf. Gesammelte Fotos werden ausgedruckt und als Ausstellung präsentiert. Die Idee ist es, Fotos  z.B. aus direkt betroffenen Krisenregionen zu erhalten oder auch verschiedene Sicht-Perspektiven zu einem Thema zusammenbringen zu können, Presse- oder Kunst-Fotografien.
Ein*e Kurator*in verständigt sich per WA/Insta/FB/Zoom mit den Urheber*innen.

Eine Video Werkstatt für Jugendliche aus dem Quartier bietet den jungen Bewohner*innen die Möglichkeit, ihre eigene Perspektive auf ihr Umfeld und das Leben zu präsentieren.

An einem wöchentlichen, festen Termin werden verschiedene, selbst gewählte filmische Projekte umgesetzt. Die Perspektive durch die Videokamera bietet einen Anlass, das Quartier auf besondere Art und Weise in den Blick zu nehmen, sich in der Nachbarschaft zu bewegen und Drehorte zu suchen und bei journalistischen Ideen, Menschen zu befragen.

Bei den wöchentlichen Terminen finden je nach Wünschen der Teilnehmenden Konzeption, Filmaufnahmen oder Filmschnitt statt.

Eine Mediengruppe aus Nachwuchs-Reporter*innen begleitet kulturelle Projekte und schafft dadurch Öffentlichkeit vor allem in der jüngeren Generation, indem sie die eigenständig medial aufbereiteten Inhalte teilt. Gleichzeitig werden in Zeiten des Zeitungssterbens Jugendliche über die Sozialen Medien hinaus auch an die klassischen Medien herangeführt und dafür begeistert, da die Mediengruppe alle Kanäle der Öffentlichkeitsarbeit bedienen soll. Medien-Kooperationspartner ermöglichen den jungen Reporter*innen Einblick in die Arbeit der Medien, professionelle Journalist*innen begleiten die Berichterstattung und vermitteln den Jugendlichen erstes Rüstzeug für die Medienarbeit. Wegen der Corona-Pandemie konnten wir das Tool nur in Teilen realisieren. Als sehr erfolgreich erwiesen sich eine von Schüler*innen unter Anleitung organisierte Podiumsdiskussion und die Aufbereitung dieses Events durch die Mediengruppe sowie die Erstellung von Kolumnen für die örtliche Lokalzeitung.

 

Leute zusammen auf ein Foto zu bringen, die sich (bisher) noch gar nicht kennen, obwohl sie im selben Stadtteil wohnen. Das war und ist Ziel des Fotografen Tilman Köneke. Über ein Jahr hinweg  baute er an verschiedenen Orten in der Neustadt ein mobiles „Studio“ auf und lichtete Menschen ab, die sich dort das erste Mal unterhielten. Ausgestellt im ex-sultanmarkt bekamen diese Begegnungen nun ihre Bühne.

Auf die veränderten Bedingungen kultureller Teilhabe durch die Kontaktbeschränkungen haben wir mit einem neuen Format reagiert, dem ORIGINAL XB – GESCHICHTEN AUS DEM KIEZ. Mit Hilfe von Kooperationspartner*innen aus dem Kiez wie dem Quartiersmanagement und lokalen Betrieben und Organisationen suchten wir Menschen, die schon lange im Stadtteil leben und uns ihre Geschichte erzählen möchten. Manche erzählen über die Herausforderungen, als Migrant*in einen „Platz“ zu finden, andere über die starke Unterstützung zwischen Nachbar*innen oder über die Hausbesetzer*innen-Szene.

One-to-one Interviews, die mit dem Camcorder aufgenommen wurden, sprach die renommierte Radio-Journalistin Margit Miosga (u. a. Kulturradio vom rbb) mit den Teilnehmenden und zeichnete deren ganz persönliche Lebensgeschichten auf. Die fertigen Clips wurden bei einem Open-Air-Screening auf großer Leinwand präsentiert und außerdem online gestellt. Das neue Format eignete sich hervorragend dazu, die Abstands- und Hygieneregeln einzuhalten und Bewohner*innen auch unter Einhaltung der Corona-Bedingungen zu aktivieren. Vor allem Menschen, die sich in größeren Gruppen nicht wohl fühlen, konnten so gut angesprochen werden. Auch deshalb und wegen der Zugänglichkeit der Ergebnisse unabhängig vom Ort ist die Methode auch außerhalb von Pandemiezeiten nutzbar!

Wie mache ich das perfekte Selfie? Wie kann ich gute Fotos machen – egal, ob mit dem Handy, iPad oder mit der Spiegelreflexkamera? Wie bearbeite ich Fotos auf dem Handy oder am Computer? Und wie kann ich mit Fotografie meine eigene Geschichte erzählen?

Im FOTO-Workshop möchten wir Mädchen im Alter von 8-12 Jahren dazu anregen, mittels des Mediums der Fotografie praktische Antworten auf die alltäglichen Fragen ihres Lebens zu finden und zu visualisieren. Der Workshop ist als offenes Angebot gedacht, das nicht aufeinander aufbaut. Jede, die interessiert ist, kann mitmachen. Themen, wie Portraitfotografie, Bildbearbeitung mit verschiedenen Programmen (z.B. Snapchat), Studiofotografie im Fotostudio (Einsatz von externem Blitz, Licht setzen, Arbeit mit der Spiegelreflexkamera), eigenes Thema fotografisch umsetzen, Vorher-Nachher-Bilder, Lightpainting, Stop-Motion-Technik und Foto-Leporello basteln werden in Gruppen angegangen und experimentell umgesetzt. Spielerisch werden soziale Kompetenzen durch Teamarbeit gefördert – und der großen Lust am Machen wird freier Raum gegeben.

Die FOTO-FERIEN-WOCHE “Back to Nature” war eine Kooperation der Gesellschaft für humanistische Fotografie e.V. mit dem “Kulturlabor Trail & Error“, der Fotografin Laura Fiorio, der Referentin Ruuta Vimba und dem Kinder- und Jugendkulturzentrum Statthaus Böcklerpark.

Die Foto-Ferien-Woche war ein offenes Workshop-Angebot in den Sommerferien und bestand aus vier Workshoptagen und einer Abschlussveranstaltung. Die einzelnen Tage bauten nicht aufeinander auf, Kinder und Jugendliche, die interessiert waren, konnten an den unterschiedlichen Tagen zu verschiedenen Programmpunkten mitmachen. Das Programm richtete sich sowohl an Kinder und Jugendliche, die das Jugendzentrum besuchen (überwiegend aus bildungsfernen Hintergründen), sowie an solche, die durch die sichtbare Ankündigung in der naheliegenden Nachbarschaft davon erfuhren und teilnehmen wollten.

Die Foto-Ferien-Woche “Back to Nature” verband das Nachdenken über Stadt, Natur, Upcycling und Fotografie. Jeden Tag gab es einen anderen Programmschwerpunkt, u.a. wurden Seedbombs hergestellt, Natur-Bingo gespielt, Lochkameras gebastelt oder Fotos in der Dunkelkammer entwickelt. Das Programm wurde von den zwei Referentinnen, Ruuta Vimba (Kulturlabor Trial & Error) und Laura Fiorio, flexibel gestaltet und die Teilnehmenden konnten sich mit Wünschen und Ideen mit in die Gestaltung einbringen.

Unter Anleitung des Bildenden Künstlers Marcio Carvalho wurde ein Kiosk auf dem zentralen Sackträgerplatz im Mannheimer Stadtteil Jungbusch umgestaltet und als partizipatives und dynamisches Denkmal neu etabliert. Ausgangspunkt dafür war das für den Platz namensgebende Sackträgerdenkmal. Als spielerische Komponente dafür wurden Glückskekse produziert, die am Kiosk ausgegeben wurden und Fragen enthielten, die zu einer Reflexion über die eigene Geschichte und das Leben im Stadtteil anregten. Die Antworten der Befragten wurden dokumentiert und als dauerhafte Video-Installation im Schaufenster des Kiosks installiert. Die Statements der Stadtteilbewohner:innen wurden zudem auf einer digitalen Laufschrift abgespielt. So entstand ein reger Austausch zwischen den Stadtteilbewohner:innen und ihre Geschichten erhielten eine prominente Repräsentationsfläche in Mitten des Stadtteils.

Fast jeder Mensch hat eine*n Nachbar*in. Doch wie gut kennen wir sie eigentlich? Eine Fotoausstellung zeigt verschiedene Personen aus der Nachbarschaft. Auf wetterfeste Planen ausgedruckt, können die Fotografien und Zitate von Bewohner*innen des Quartiers über Nachbarschaft im Außenraum aufgehängt und präsentiert werden.

Schon im Vorhinein bieten das Gespräch und der Fototermin einen Anlass zum Kennenlernen. Die aufgehängten Bilder machen neugierig auf die Nachbarschaft und regen dazu an, sich auszutauschen.