Das Wichtigste am Gaffiti-Jam ist eine Wand, die nicht nur an Aktionstagen besprayt werden darf, sondern allen Jugendlichen der Stadt als freie Graffiti-Wall in Selbstverwaltung zur Verfügung steht. Das kann beispielsweise eine Turnhallenwand oder die Wand eines Fahrradhäuschens sein. Zielgruppe sind Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, die eine neue kreative Beschäftigung ohne Kursbindung suchen oder bereits Erfahrung haben und ihre Skills im Austausch mit den Coaches verbessern wollten. Die Einweihung der Wand findet im Rahmen einer Feier mit DJ und Rapper*innen als GRAFFITI JAM statt. Die Aktion erweckt viel Aufmerksamkeit im Quartier und lockt somit auch mögliche neue Kooperationspartner*innen an.

Eine Gruppe Theaterpädagog*innen ist mit dem Lastenrad im Quartier unterwegs, an Bord eine Vielzahl von theaterpädagogischen Spielen – von der Verkleidungslotterie bis zur Pantomime-Challenge. Es geht darum, Spiele aus dem theaterpädagogischen Bereich für den öffentlichen Raum nutzbar zu machen.
An öffentlichen Plätzen kann das Lastenrad aufgestellt werden. Passant*innen, insbesondere auch Kinder und Familien, sind eingeladen, gemeinsam mit den Theaterpädagog*innen ins Spielen zu kommen. Genauso kann man aber auch mobil mit dem Lastenrad unterwegs sein und immer wieder anhalten, wenn jemand Lust auf eine Challenge oder ein Spiel hat.

 

Beim Stadtteil Walk präsentiert sich die Bewohnerschaft eines Quartiers den Besucher*innen aus anderen Stadtteilen, um der im öffentlichen Diskurs vorherrschenden Defizitorientierung und der Reduzierung auf bekannte Problemlagen entgegenzuwirken. Der Fokus wird dabei jeweils auf ein bestimmtes Thema gelegt, welches die Stärken und Ressourcen des Quartiers in den Vordergrund rückt und von verschiedenen Redner*innen aus dem Quartier vorgetragen wird. Beim Stadtteilrundgang erzählen die Bewohner*innen persönliche Geschichten, Historisches und Aktuelles über den Stadtteil und beziehen sich dabei auf ein vorher erarbeitetes Thema. Gemeinsam präsentieren sie ihren Stadtteil und setzen positive Konnotationen.

Das „Team no plastic“ organisiert einen Spendenaufruf und sammelt Geschirr und Besteck. Dieses soll bei Nachbarschaftsfesten oder Festivals im Stadtteil genutzt werden, um Müll zu reduzieren. Zusätzlich gibt es eine selbstgebaute Waschstraße, in der die Festivalbesucher*innen ihre benutzten Teller abwaschen können.

Ein Elektromobil oder Lastenrad wird zu einem Thron umdekoriert. Mit Pappkronen und einem Fotoapparat an der Hand mischt sich eine kleine verkleidete Theatercrew unter die Leute im Stadtteil. Sie befragen die Anwohner*innen: Was würdest du tun, wärest du König*in des Stadtteils?

Die Royale Szenerie ermöglicht den Bewohner*innen sowohl die ganz großen, als auch die kleinen Wünsche für ihren Stadtteil auszumalen. Ein*e Schriftführer*in nimmt die Äußerungen aufmerksam zu Protokoll. Als Abschluss des “Krönungsgespräches” wird ein Polaroid Foto gemacht, um den Bewohner*innen ein Andenken mit nach Hause zu geben.

Im Anschluss an die Befragung werden die gesammelten Wünsche an einem öffentlichen Platz zusammengetragen und ausgestellt.  Anhand der präsentierten Wünsche und der durchgeführten Gespräche kann ein Kompass für die Stadtteilarbeit entwickelt werden.

Paula, die Postbotin für positive Post, ist eine theatrale Figur. Sie wandert mit einem mobilen Briefkasten durch das Quartier, trägt positive Post aus und sammelt durch ihre kontaktfreudige Art (Lebens-)geschichten in Form von Briefen oder Gesprächen ein. Diese Geschichten werden aufbereitet und auf Festivals oder bei anderen Events von Paula selbst oder gemeinsam mit den Anwohner*innen präsentiert.

Eine kurzweilige Aktion für zwischendurch. Ausgestattet mit einer Kamera stellt sich ein*e Stadtteilinteressierte*r eine Stunde lang an einen zentralen, viel frequentierten Ort im Quartier und spricht Passant*innen an. Mit ein wenig Neugier und Redegewandtheit kommen sie ins Gespräch mit Menschen, die zwar fremd sind und doch eine Sache gemeinsam haben: ihren Stadtteil. Die Interviewer*in und Fotograf*in können ein und dieselbe Person sein, sofern sie sich dies zutraut. Diese Person erklärt den Rahmen der Aktion und versucht die Passant*in für ein Foto zu gewinnen.

Optional kann ein verbindender, multifunktionaler Gegenstand (z.B. ein Regenschirm) für die Fotos verwendet werden, das kann den Portraitierten helfen eine angenehme Pose zu finden und schafft zugleich ein verbindendes Element auf den Fotografien. Für eine einfachere Corona-gerechte Durchführung kann dieses Element auch etwa eine Bank oder Ähnliches sein. Die Fotos werden gesammelt und können in einem Mosaik der Begegnungen veröffentlicht werden.

Ein kleinformatiges Festival im Quartier. An Plätzen oder in den Straßen finden kleine Acts und Aktionen statt:  Konzerte von lokalen Musiker*innen, ein Nachbarschaftspicknick, verschiedene Kunstangebote für Kinder und Workshops für Erwachsene. Es entstehen Räume für Begegnungen zwischen den Anwohner*innen und eine positive Verbundenheit mit dem Bezirk. Das Festival strahlt über den Stadtteil hinaus.

Eine Person geht mit einem Aufnahmegerät durch den Bezirk und spricht Passant*innen an: „Haben Sie Lust mir eine Geschichte zu erzählen?“ Wer Interesse hat, kann sich vorher ein bis zwei kurze Geschichten von anderen Bewohner*innen des Bezirks anhören, als Anregung und Inspiration. Anschließend kann die eigene Geschichte erzählt werden und wird per Aufnahmegerät mitgeschnitten. Diese Geschichte wird weitergetragen zu anderen Passant*innen – so vermehren sich die Geschichten Stück für Stück. Beim Geschichtentausch entsteht ein Dialog mit den Menschen aus dem Quartier. Die Offenheit der Anwohner*innen ermutigt wieder andere sich ebenfalls am Dialog zu beteiligen.

Ein Ausschnitt einer jeden Geschichte wird auf der Webseite veröffentlicht. So entsteht eine Art Podcast-Reihe, die eine große Auswahl von Geschichten über Erfahrungen, den Bezirk, Lebensgefühle und andere Themen beinhaltet. Diese Podcast-Reihe bildet die Vielfalt der Stadtteilbewohner*innen ab – und somit auch die Vielfalt an Wünschen, Sorgen, Aktivitäten und Meinungen.

Hier geht es zum Geschichtentausch-Podcast des TPZ Hildesheim

Um Nachbar*innen spontan zur Mitgestaltung an einer künstlerischen Aktion zu animieren, kann ein Flashmob im öffentlichen Raum durchgeführt werden. Ein Flashmob ist außerdem gut dafür geeignet, gemeinsam mit Kooperationspartner*innen auf einfache Weise ein Projekt zu verwirklichen und dabei verschiedene Zielgruppen zusammenzubringen.

 

Es bietet sich an, eine interaktive Choreografie zu entwickeln und im Vorfeld bei regelmäßig stattfindenden Proben einzustudieren. Interaktiv bedeutet, dass die Choreografie einfache, leicht nachzuahmende Elemente enthält, die Passant*innen zum direkten Mitmachen animieren. Das kann beispielsweise eine einfache Bewegungsfolge sein, die von rhythmischem Klatschen begleitet wird.

 

Beim Flashmob selbst beginnen einige, die Choreografie an einem öffentlichen Ort aufzuführen. Als Aufführungszeitpunkt sollte ein Straßenfest oder eine ähnliche Veranstaltung im öffentlichen Raum mit viel Publikumsverkehr gewählt werden. Einige Mitglieder des Koordinationsteams sollten direkt auf Passant*innen zugehen und gemeinsam mit ihnen die Choreografie einüben und wiederholen, damit der Flashmob nach und nach anwächst.