Singfreudige Anwohner*innen des Stadtteils finden sich zusammen zu einem Chor. Sie singen auf öffentlichen Plätzen im Quartier bekannte Lieder auf unterschiedlichen Sprachen. Der Gesang und die Liederauswahl sprechen viele unterschiedliche Menschen an und bringt sie durch die Musik zusammen. Singende und Passanten kommen ins Gespräch und spontanes Mitsingen ist ausdrücklich erwünscht.

Alle sind eingeladen, per Anruf oder E-Mail ein paar Stichworte zu einer anderen Person oder deren Vorlieben an das „Wir singen für dich“-Team weiterzugeben. Zusätzlich sollten noch die musikalischen Vorlieben angegeben werden – und schon ist seitens der Nachbarschaft alles da, was für das Projekt benötigt wird.

Dann beginnt die Arbeit bzw. der Spaß hinter den Kulissen: Aus den Informationen wird ein Song gedichtet und inklusive einer kleinen Grußbotschaft auf der Webseite veröffentlicht. So kann man einem lieben Menschen eine Freude machen.

 

In Zeiten des Lockdowns ist es für Einrichtungen der Stadtteilarbeit herausfordernd, mit den Anwohner*innen in Kontakt zu bleiben oder überhaupt erst in einen Austausch mit ihnen zu treten. Ein guter Weg ist es, Nachbar*innen dazu aufzurufen, ihre Eindrücke, Gedanken, Stimmungen zur und über die Pandemie-Zeit einzureichen. Das eingereichte Material kann dabei vielfältig sein und von Texten über Fotos und Zeichnungen zu von der Nachbarschaft selbst gedrehten Videos reichen. Aus den Einsendungen kann ein Gesamtkunstwerk entstehen, das als eine Art „Corona-Tagebuch“ die Pandemie mitsamt der damit einhergehenden Umwälzungen auf künstlerische Art und Weise portraitiert. Dieses Gesamtkunstwerk wiederum kann multimedial aufbereitet und weiterverwertet werden: als Buch, Ausstellung im öffentlichen Raum etc.

 

Zudem kann es – soweit es die Corona-Bedingungen zulassen – fruchtbar und lohnend sein, gemeinsam mit den Anwohner*innen zusätzlich in analoger Form an dem Gesamtkunstwerk zu arbeiten. So können sich auch Nachbar*innen, die nicht auf digitalem Weg erreicht werden, am Projekt beteiligen. Durch die Verquickung von digitaler und analoger Methodik können überdies vielfältige Ergebnisse erzielt werden, die multimedial aufbereitet werden können. Beispielsweise können gemeinsam mit den Anwohner*innen Fotoshootings durchgeführt werden, die auf großformatigen Plakaten zu Collagen zusammengeführt und im öffentlichen Raum angebracht werden.

 

Die CoronaCollection Mannheim ist mittlerweile erschienen. Das Lookbook könnt ihr HIER herunterladen.

Bei dieser Konzertreihe werden verschiedene Auftrittsorte mit einem LKW angefahren. Auf dem Wagen befinden sich die Künstler*innen inkl. Klavier und technischem Equipment. Als Auftrittsorte können neben sozialen Einrichtungen wie Seniorenheime, Krankenhäuser und Hospize auch öffentliche Plätze im Quartier angefahren und bespielt werden. Die Künstler*innen bringen mit musikalischen Darbietungen Abwechslung in Form von Kunst und Kultur in den Alltag und animieren die Zuschauer*innen zum Mitsingen.

Jede*r von uns hat einen Schatz wunderschöner Fotografien, zu dem er/sie ganz persönliche Geschichten erzählen kann. Der Foto Jam macht’s möglich: Hier ist die Bühne für alle Menschen aus der Nachbarschaft offen, um ihr Lieblingsfoto auf kreative und unterhaltsame Art und Weise zu präsentieren. Ob Musik, Akrobatik oder Pantomime: alle Hilfsmittel sind erlaubt! Jede und jeder hat nur fünf Minuten Zeit. Der Foto Jam bietet damit nicht nur eine hervorragende Gelegenheit, neue Talente aus dem Stadtteil zu erleben – er lädt überdies zum gegenseitigen Kennenlernen, einem Austausch und einem unterhaltsamen Abend mit nie dagewesenen Fotografien und Geschichten ein.

 

 

Fotos © Heike Overberg | Gesellschaft für Humanistische Fotografie e.V.