Im Stadtteil werden in der Adventszeit an viele unterschiedliche Menschen und Institutionen kleine Tüten verschenkt. Darin befindet sich ein Rezept, Ausstechformen und Material zum Verzieren von Plätzchen. Die Menschen aus der Nachbarschaft können so zu Hause Plätzchen backen. Neben den Materialen für die Plätzchen befindet sich in jeder Tüte zudem eine weitere, kleine Tüte, die dazu einlädt einen Teil der Plätzchen an andere Menschen, wie z.B. den eigenen Nachbar*innen, zu schenken. Jede*r Bäcker*in kann ein Foto der eigenen Plätzchenkreationen einreichen, die dann auf der Homepage veröffentlicht wird. So entsteht ein partizipatives Projekt für die ganze Nachbarschaft trotz Kontaktbeschränkungen

Klassisches Dinner mal anders: Das Kontaktdinner ist ein mehrgängiges, kostenloses Essen für Nachbar*innen, das die Gäste durch künstlerische und gestalterische Eingriffe zum gegenseitigen Kennenlernen anregt. Es findet im öffentlichen Raum statt – so kann jede*r teilnehmen. Ein ausgewähltes Menü, schöne Blumen, Kerzen und Lichterketten sorgen für eine wohlige Atmosphäre, in der man seinen Nachbar*innen auf andere Art und Weise begegnen kann.

Den Gästen wird per Zufallsprinzip ein Sitzplatz zugeteilt. Die Tische sind extra schmal, so dass die Gäste näher beieinander sitzen. Karten, auf denen zum Beispiel gefragt wird, was man einem Nachbarn leihen könnte, ermöglichen ein längerfristiges Knüpfen von Kontakten – auch über das Dinner hinaus. Die Interventionen sind als kommunikationsstiftende Herausforderung konzipiert. Die Aufgaben fordern immer wieder Zusammenarbeit, durch die beispielsweise die größte Portion Gries ergattert werden kann. Eine ganz besondere Verbindung zwischen den Nachbar*innen kann durch gegenseitiges Füttern entstehen: Man lernt, sich aufeinander einzulassen und sich gegenseitig zu vertrauen.