© Swen Gottschall

Rückblick Konferenz 2018

Soziokultur findet Stadt – Fachkonferenz zur Gestaltung von Partizipationsprozessen in der Stadtgesellschaft

Inwiefern kann mit Kunst und Kreativität das Leben im Stadtteil freundlich gestaltet und zukunftsorientiert ausgerichtet werden? Wie können auch diejenigen Bewohner*innen erreicht werden, die sich in den bestehenden kulturellen Angeboten bisher nicht wiederfinden? Welche neuen Wege der Kulturarbeit sprechen eine vielfältige Stadtgesellschaft an und berücksichtigen dabei die unterschiedlichen Wünsche der Menschen?

Diese Fragen standen im Zentrum der zwei-tägigen Fachkonferenz „Soziokultur findet Stadt“ am 12. und 13. September 2018, die im Internationalen Kultur Centrum ufaFabrik in Berlin stattfand. Etwa 150 engagierte Teilnehmer*innen aus Soziokulturellen Zentren, Mitarbeiter*innen in Kulturämtern, in Kulturministerien, in Bezirksämtern, kulturellen Bildungszentren, städtischen Kulturbüros, Stadtteilbüros, Quartiersmanagement, Universitäten, Stiftungen, dem diakonischen Werk, Stadt- und Kommunalverwaltungen tauschten sich zu diesen Fragen aus.

Zunächst wurden die aktuellen Herausforderungen in Stadtteilen mit besonderem Entwicklungsbedarf erörtert. Wie wirken sich soziokulturelle Aktivitäten und neue Formen der Zusammenarbeit auf die Stadtteilentwicklung aus? Welche Herausforderungen stellen sich in Bezug auf Erreichbarkeit, Motivierung und Partizipation der Bewohner*innen in einem Quartier? Diese Fragen wurden bei der Podiumsdiskussion „Stadtentwicklungsprozesse in Stadtteilen mit besonderem Entwicklungsbedarf“ aufgeworfen.

Im Anschluss folgten vier parallel stattfindende Experimentierlabore, die sich verschiedenen Fragestellungen widmeten. Die Labore wurden von ausgewählten Künstler*innen geleitet, die mit den Teilnehmenden verschiedene Formate und Themen zur Arbeit mit den Stadtteilbewohner*innen vorstellten und ausprobierten: Aktivierungs- und Beteiligungsverfahren in Stadteilen, mit Orts- und Bedarfsanalysen, mit künstlerischen Interventionen im öffentlichen Raum sowie mit Mobilen Stadtspielen und Game Design als innovative Lernmethode. Ziel war es, Anregungen zur Entwicklung neuer Ideen zu geben, die sich auf die Bedürfnisse und Bedarfe der jeweiligen Stadtteilbevölkerung einstellen.

Der zweite Konferenztag begann mit einem Vortrag/Input zum Thema „Kunst wirkt! – Partizipation und künstlerische Teilhabe im Quartier“. Die Leiterin der ArtSocialSpace Brunnenpassage in Wien stellte eindrucksvoll dar, wie transkulturelle Kunstpraxis möglich wird und wie Kunstproduktionen, die der Vielfalt der Bevölkerung entsprechen, im Konkreten organisiert werden können. In der anschließenden Diskussion ging es u.a. auch darum, wie neue Zielgruppen erreicht werden können, wie eine Finanzierung garantiert wird und wie Kooperationen mit der Hochkultur – die Brunnenpassage kooperiert bspw. mit dem Burgtheater Wien und dem Wiener Konzerthaus – initiiert werden können.

Die anschließenden vier parallelen Workshops befassten sich mit den Strategien der Öffentlichkeitsarbeit, die für alle, die in der Stadtteilarbeit tätig sind, enorm wichtig ist. So richteten sich diese Workshops an relevante Themen, wie z.B. Wie stelle ich ein Projekt kurz, prägnant und überzeugend vor? Wie präsentiere ich auf der Website ein Projekt, das sich an einen ganzen Stadtteil richtet? Welche sozialen Medien kann ich effektiv und sinnvoll für meine Projekte nutzen? Wie gelingt eine zielgerichtete Präsentation des Projekts im Internet und in der Presse? Was beinhaltet das Konzept einer Fotoausstellung?

In den Blogbeiträgen finden sich kurze Zusammenfassungen darüber, was in den Laboren und Workshops erarbeitet wurde.

Das Programm der Fachkonferenz 2018:  PDF Programm 2018 





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